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Zum Ende der Seite springen Besuchsrecht und Unterhalt
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Familienrechts-Alias


Dabei seit: 06.05.2011
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Besuchsrecht und Unterhalt Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Geburtsjahr: 1980
Staatsangehörigkeit: Deutsch
Ausgeübte Tätigkeit/Arbeitsumfang: keine (Elternzeit & Studentin)
Nettoeinkommen monatlich: keines (Kindergeld für unseren Sohn)

Geburtsjahr des Kindes/der Kinder: 2011
Sind beide Elternteile sorgeberechtigt? Ja

Bei getrennt lebenden Eltern: Ja
Das Kind/Die Kinder leben bei: mir
Das Umgangsrecht ist geklärt/nicht geklärt: noch nicht geklärt
Das Sorgerecht sollen beide ausüben oder nur eine Partei? Beide
Unterhaltszahlungen von wem, in welcher Höhe? nicht geklärt

Eheschließung im Jahr: 2010
Trennung im Jahr: 2011
Ehevertrag: nein

Meine Frage:

Uns steht eine Trennung bevor, die von mir ausgeht. Ich hätte gerne gewusst, wie das mit dem Besuchsrecht ist. Ich würde gerne das mein Mann Montagabends direkt nach der Arbeit zu uns kommt, um mit seinem Sohn zu spielen und Freitags mit uns beiden den Tag verbringt (alleine mit seinem Sohn erst, wenn eine Bindung besteht).
Ist das realistisch? Mein Mann hat mir "gedroht" er würde den Kleinen für 1. Woche "mitnehmen"! Zur Situation:
Unser Sohn wurde Ende März 2011 geboren und wird auch voll gestillt, seine Bezugsperson bin ich, mein Mann schläft unter der Woche nicht bei uns und kommt immer erst gegen 19 Uhr nach Hause (nach der Arbeit geht er meistens Freunde besuchen etc.) und sieht seinen Sohn nur kurz. Auch ist er desöfteren auf Dienstreise, sodass noch keine richtige Bindung besteht.

Meine zweite Frage betrifft den Unterhalt. Durch die Heirat bin ich in der schlechteren Steuerklasse, er verdient mittlerweile ca. 3200€ Brutto und ca. 2250€ Netto, dazu hat er Mieteinnahmen in H. von 400€.
Ich habe Elternzeit und bekomme bis Feb. 2012 300€+Kindergeld. Nächstes Jahr will ich erstmal mein Studium beenden und kann noch nicht arbeiten. Ist er unterhaltspflichtig? Und wenn ja, kann man das umgehen oder müsste ich dann gleich anfangen zu arbeiten ohne das Studium zu beenden? Ich möchte eigentlich nicht auf Geld von ihm angewiesen sein, zumal unsere Kommunkation sich dann noch mehr verschlechtert!

Vielen Dank für Ihre Mühe im Vorraus!


Antworten bitte nur vom Experten und der Fragestellerin/dem Fragesteller, keine Antworten Dritter! Danke.
14.09.2011 21:25 Familienrechts-Alias ist offline E-Mail an Familienrechts-Alias senden Nimm Familienrechts-Alias in deine Freundesliste auf
Patrik Brendel Patrik Brendel ist männlich
Rabenexperte

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Dabei seit: 13.05.2011
Beiträge: 2
Kinder: 2 Kinder: 04/2007 + 12/2008

Besuchsrecht und Unterhalt Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Liebe Fragestellerin,

deine Fragen möchte ich aufgrund des mir mitgeteilten Sachverhalts in der gebotenen Kürze gerne wie folgt beantworten:

da euer Sohn Ende März 2011 geboren wurde und von dir auch voll gestillt wird, hat sich der Umgang/das Besuchsrecht des Vaters hieran zu orientieren.
Es liegt auf der Hand, dass bei einem Stillkind ein alleiniger Umgang des Vaters mit dem Kind nur kurzzeitig möglich ist und nur kurzzeitige Unternehmungen (Spaziergänge, Einkäufe, etc., Dauer ca. 1 bis 2 h) zulässt.
Voraussetzung für einen alleinigen Umgang ist jedoch, dass, wie du bereits richtig ausführt, eine Bindung zwischen Vater und Kind besteht. Das Kind muss den Vater als Bezugsperson kennen und ihm auch vertrauen.
Wichtig ist deshalb, dass nach der Trennung die Beziehung Vater-Kind nicht abreißt oder für längere Zeit unterbrochen ist. Wichtig ist auch, dass der Umgang regelmäßig, also an bestimmten Tagen und zu bestimmten Tageszeiten, stattfindet und hier keine längeren Pausen entstehen. Dienstreisen stellen hier aus meiner Sicht keine Problematik dar, da der Vater dann auch ohne Trennung von der Kindesmutter nicht präsent wäre.

Wann, wo und wie ihr diesen Umgang gestalten wollt, bleibt euch selbst überlassen. Es gibt da keine Vorschriften. Ihr müsst hier selbst als Eltern entscheiden, was gut für das Kind und gut für euch ist.

Was den Unterhalt anbelangt, so ist er selbstverständlich zunächst dem Kind unterhaltspflichtig.
Auch dir steht während der Trennungszeit Trennungsunterhalt und auch nach erfolgter Ehescheidung nachehelicher Ehegattenunterhalt zu, da du ja das gemeinsame kleine Kind betreust. Das geltende Unterhaltsrecht ist insoweit eindeutig. Erst mit Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes ist der betreuenden Kindesmutter eine Erwerbstätigkeit zuzumuten, sofern die Betreuung des Kindes ausreichend gesichert ist.
Deine Ausführungen entnehme ich, dass du derzeit studierst. So wie ich deine Formulierungen verstehe, wurde dein Studium durch die Geburt des Kindes unterbrochen. Insoweit käme hier, worauf es aus meiner Sicht aber für die nächsten 2,5 Jahre nicht ankommt (siehe oben), Ausbildungsunterhalt als alternative Anspruchsgrundlage für Unterhalt in Betracht.
Sofern du deinen Ehemann mit deinen eigenen Unterhaltsansprüchen verschonen möchtest, weiß ich nicht, wie du das bewerkstelligen möchtest.
Ich bezweifle, dass dir eine Teilzeitbeschäftigung ausreichend Einkommen bescheren würde, um selbst davon leben zu können, ein Studium zu finanzieren und die Kinderbetreuungskosten, die durch Arbeit und Studium anfallen würden, abzudecken. Vom zeitlichen Einsatz und deiner persönlichen Belastung einmal ganz abgesehen.
Staatliche Transferleistungen (Hartz IV) kommen nur dann in Betracht, soweit dein Ehemann seiner gesetzlichen Unterhaltsverpflichtung nicht nachkommen kann. Sollte das Einkommen deines Ehemannes nicht ausreichen, deinen vollen Bedarfs (Sicherung Existenzminimum) abzudecken, kommen hier über die Differenz staatliche Zahlungen in Betracht. Allerdings wird hier her der Unterhalt, den dir dein Mann gesetzlich zu zahlen hätte, auf den Du aber im Innenverhältnis verpflichtet, voll angerechnet. Hintergrund hierzu ist, dass man Unterhaltszahlungsverpflichtung, die gesetzlich vorgegeben sind, nicht durch Verzichte im Innenverhältnis mit dem Ehegatten/geschiedenen Partner durch die Allgemeinheit finanzieren lassen darf.
Die Hartz-IV-Zahlungen, sofern hier bei über Schlenkerberechnung überhaupt welche in Betracht kommen, wären allenfalls minimal.

Auch wenn ich deine persönliche Vita nicht kenne, könnte ich mir vorstellen, dass dir BAföG insoweit weiterhelfen würde. Aber auch hier würde, insbesondere auch bei elternunabhängigem BAföG geprüft, ob und inwieweit dein Mann bzw. deine Eltern dir zum Unterhalt verpflichtet sind. Sofern hier eine Unterhaltsverpflichtung besteht, würde dir das BAföG-Amt auch hier Leistungen kürzen.

Vielleicht wäre es für dich sinnvoll, wenn du mit deinem Ehemann aber einmal offensiv die Frage Trennungs- und nachehelicher Ehegattenunterhalt bespricht. Sofern ein Ende deines Studiums absehbar ist, könnte ich mir vorstellen, dass dich dein Ehemann hier finanziell angemessen unterstützt, denn es muss doch in seinem Interesse sein, dass du nach Abschluss der von dir bereits begonnenen Ausbildung einen guten Beruf ergreifen kannst und deinen Unterhalt auf Dauer durch eigene Einkünfte sicherstellen kannst.
Vielleicht bist du ja dann gar nicht auf Unterhalt für die nächsten 3-4 Jahre angewiesen, sondern nur für 1,5 Jahre. Nach Abschluss des Studiums käme dann ein Unterhaltsverzicht in Betracht.
Die Aussicht auf diese finanzielle Ersparnis würde deinen Ehemann vielleicht dann doch bewegen, zwar widerwillig, aber dennoch freiwillig Unterhalt zu bezahlen.

Dies allerdings nur als Gedankenanstoß meinerseits.

Ich hoffe, deine Frage hiermit abschließend beantwortet zu haben.

Liebe Grüße
Patrik Brendel
Rechtsanwalt
18.09.2011 18:34 Patrik Brendel ist offline Nimm Patrik Brendel in deine Freundesliste auf
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