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Zum Ende der Seite springen zu wenig Milch?
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Lenabo Lenabo ist weiblich
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Dabei seit: 06.03.2012
Beiträge: 16
Herkunft: Darmstadt demnächst Lübeck
Kinder: Tochter: 11/11

zu wenig Milch? Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo,
ich war vor ein paar Tagen mit meiner Tochter zur U4 beim Kinderarzt und der meinte sie wäre mit 4550g zu leicht.
Meine Tochter ist am 26.11. mit 2980g zur Welt gekommen. Nach 5 Tagen wurde festgestellt, dass sie einen angeborenen Darmverschluss hat der operiert werden muss. Da wog sie nur noch 2450g. Es folgte OP und langsamer Nahrungsaufbau. Als sie 3 Wochen alt war hatte sie dann wieder ihr Geburtsgewicht erreicht. Während der Zeit, die sie in der Klinik verbracht hat, habe ich abgepumpt. Anschließend habe ich sie gestillt und dabei anfänglich probleme auf eine ausreichende Milchmenge zu kommen. Am 15.1. waren wir zur U3 da hat sie 3450g gewogen.
Seit einer knappen Woche ist sie zunehmend unruhig an der Brust, quengelt nach dem stillen und kommt etwa alle 1,5 bis 2 h (vorher waren es ca. 2,5 bis 3 h).

Jetzt bin ich sehr unsicher was ich tun soll. Habe ich zu wenig Milch? Wie kann ich die Menge schneller steigern?

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Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Lenabo: 19.03.2012 11:54.

19.03.2012 11:52 Lenabo ist offline E-Mail an Lenabo senden Nimm Lenabo in deine Freundesliste auf
Denise Both Denise Both ist weiblich
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Dabei seit: 13.07.2007
Beiträge: 1.114

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Liebe Lenabo,

in der Tat ist die Gewichtszunahme nicht sehr üppig, dazu noch die Tatsache, dass dein Kind unruhig ist, spricht dafür, dass unbedingt etwas passieren sollte.

Ich kann dir nur dringend ans Herz legen, dich mit einer Kollegin vor Ort in Verbindung zu setzen, die mit dir gemeinsam einen Plan entwickelt, wie Du die Milchmenge an den Bedarf deines Kindes anpassen kannst.


Adressen von Stillberaterinnen findest Du unter
http://www.lalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC).

Bis Du eine Kollegin kontaktieren kannst, hier noch ein paar allgemeine Tipps:

Häufiges, korrektes Anlegen und ein gut saugendes Kind stimulieren die Brust zu mehr Milchbildung. Deshalb sollte ein schlecht gedeihendes Baby oft angelegt werden. Etwa alle zwei Stunden (jeweils vom Beginn der letzten Mahlzeit bis zum Beginn der nächsten Mahlzeit gerechnet). Die Verwendung des Schnullers ist zu vermeiden. Der Schnuller befriedigt das Saugbedürfnis ihres Kindes, ohne dass es dabei Nahrung erhält. Bei einen wenig zunehmenden Kind ist dies nicht günstig.

Um das Interesse des Babys an der Brust wachzuhalten, kann die Technik des Wechselstillens eingesetzt werden. Beim Wechselstillen legt die Mutter ihr Baby an und stillt es, solange es wirkungsvoll saugt, d.h. es schluckt nach jeder oder jeder zweiten Saugbewegung. Sobald es seltener schluckt, nimmt sie es sanft von der Brust (vorher Saugschluss lösen!) und lässt es aufstoßen, streichelt seine Fußsohlen oder massiert es sanft entlang der Wirbelsäule, um seine Aufmerksamkeit zu wecken. Dann wird es an der anderen Brust angelegt und wieder gestillt, so lange es wirkungsvoll saugt. Schluckt es wieder seltener, wird es zurück an die erste Brust gelegt, nachdem die Mutter es wieder etwas ermuntert hat. Dieses „Wecken und Wechseln“ wird zwanzig bis dreißig Minuten lang ausgeführt, tagsüber alle zwei Stunden und nachts mindestens alle vier Stunden. Der Schlaf eines schlecht gedeihenden Babys ist NICHT heilig!

Um die Milchproduktion zu steigern kann außerdem zusätzliches Pumpen sinnvoll sein. Allerdings sollte der Frau eine gute Pumpe zur Verfügung stehen und außerdem das Pumpen richtig erklärt werden. Leider gibt es immer noch Pumpen, die ungeeignet sind und selbst mit einer effektiven Pumpe muss das Pumpen gelernt und geübt werden. Am besten wäre es, wenn eine Stillberaterin der Mutter das Abpumpen genau erklärt und ihr zeigt wie sie die Brust massieren kann.

Die Mutter sollte darauf achten, so viel Ruhe und Erholung wie möglich zu bekommen (wenn möglich sollte sie sich zusammen mit ihrem Baby ins Bett legen) und sich möglichst ausgewogen und ausreichend ernähren. Kohlenhydratreiche Nahrung wirkt sich positiv auf die Milchmenge aus. Die Flüssigkeitszufuhr sollte entsprechend dem Durstgefühl erfolgen. Es ist nicht notwendig Milchbildungstee zu trinken und wenn er eingesetzt wird, dann nicht mehr als zwei bis drei Tassen täglich, mehr kann Bauchprobleme bei den Kindern verursachen. Eine übermäßige Flüssigkeitszufuhr wirkt sich nicht positiv auf die Milchbildung aus. Eine zu hohe Flüssigkeitsaufnahme führt nicht zu mehr, sondern zu weniger Milch, da sie dazu führt dazu, dass das antidiuretische Hormon (ADH) zurückgeht, die Frau erfährt dann eine vermehrte Wasserausscheidung („schwemmt aus“) und die Milchbildung verringert sich. Die Frau trinkt ausreichend, wenn sie sich nicht ausgedörrt fühlt, wenn ihr Urin hell ist und sie keine Verstopfung hat.

Bei jeder Mahlzeit sollten beide Brüste angeboten werden. Auf diese Weise erhält das Baby wirklich die gesamte vorhandene Milch und die Milchproduktion wird in beiden Seiten angeregt.

Eine korrekte Stillhaltung und richtiges Ansaugen des Babys sind extrem wichtig. Das Baby darf nicht nur die Spitze der Brustwarze in den Mund nehmen. Seine Lippen müssen auf dem Warzenhof aufliegen. Nicht selten liegt es an einer ungünstigen Saugtechnik des Babys, wenn die Milchmenge nicht ausreicht ist. Stillhütchen können dieses Problem noch weiter verschärfen. Eine Stillberaterin sollte sich anschauen, wie das Kind angelegt ist und wie es saugt.

Eventuell notwendige Zusatznahrung sollte nach Möglichkeit nicht mit der Flasche, sondern mit einer alternativen Fütterungsmethode gegeben werden. Alles Saugen des Babys sollte möglichst an Ihrer Brust erfolgen.

Liebe Grüße
Denise
21.03.2012 20:36 Denise Both ist offline E-Mail an Denise Both senden Nimm Denise Both in deine Freundesliste auf
Lenabo Lenabo ist weiblich
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Liebe Denise,

vielen Dank für deine Antwort.
Ich habe inzwischen mit einer LLL-Kollegin von dir kontakt und wir konnten schon gute Fortschritte erzielen.

viele Grüße

__________________

26.03.2012 11:55 Lenabo ist offline E-Mail an Lenabo senden Nimm Lenabo in deine Freundesliste auf
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