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Zum Ende der Seite springen Versorgungsausgleich - Rentenansprüche
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Familienrechts-Alias


Dabei seit: 06.05.2011
Beiträge: 0

Versorgungsausgleich - Rentenansprüche Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Staatsangehörigkeit: deutsch
Ausgeübte Tätigkeit/Arbeitsumfang:
Nettoeinkommen monatlich: 900

Meine Frage:

Hallo,

mein Ex und ich beabsichtigen eine Scheidungsvereinbarung beim Notar. Es steht im Raum, dass er seinen Eigentumsanteil am Haus mir überlässt und ich dafür auf Unterhaltsansprüche verzichte (mir ggü., für die Kinder wird er zahlen). Durch das hohe Eigenkapital, das ich vor der Ehe erwarb und ins Haus steckte, und die hohen Schulden, die noch darauf lasten, ist das wohl eine ausgeglichene Lösung.

Mein Ex warf nun noch in den Raum, dass wir auch gleich auf Versorgungsausgleich verzichten sollen, weil dadurch das Scheidungsverfahren wesentlich beschleunigt würde. Das habe ich mittlerweile auch gehört, da die Bearbeitungsdauer vom Rentenversicherungsbund abhängt. Aus verschiedenen Gründen ist eine schnelle Scheidung für uns beide wichtig.

Wie kann ich ermitteln, wie groß meine Nachteile dadurch sind? Da wir zwei Kinder haben, habe ich deutlich weniger gearbeitet als er. Wir waren 8 Jahre verheiratet, davon war er komplett berufstätig, ich war davon zwei Jahre Studentin, ein Jahr zu Hause, ein Jahr eine geringfügige Beschäftigung, eineinhalb Jahre 50% der Vollbeschäftigung, eineinhalb 75% der Vollbeschäftigung und im Anschluß daran ein Jahr Arbeitsunfähig.
Mir ist klar, dass ich weniger Rentenansprüche erworben habe, aber gibt es eine Möglichkeit, das zu konkretisieren? Ich würde gerne auf den Versorgunsausgleich verzichten, möchte diese Entscheidung aber zumindest im Wissen dessen treffen, auf wieviel ich verzichte...

Vielen Dank!!!
05.01.2012 12:22 Familienrechts-Alias ist offline E-Mail an Familienrechts-Alias senden Nimm Familienrechts-Alias in deine Freundesliste auf
Patrik Brendel Patrik Brendel ist männlich
Rabenexperte

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Dabei seit: 13.05.2011
Beiträge: 2
Kinder: 2 Kinder: 04/2007 + 12/2008

RE: Versorgunsausgleich - Rentenansprüche Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Liebe Fragestellerin,

Deine Anfrage zum Versorgungsausgleich möchte ich aufgrund der mir bislang vorliegenden Informationen kurz wie folgt beantworten:

In Eurem Fall dürfte eine notarielle Scheidungsvereinbarung in Bezug auf den Eigentumsanteil am Haus mit gleichzeitigem Unterhaltsverzicht für Dich wohl tatsächlich Sinn machen.

Zutreffend ist, dass die Dauer eines gerichtlichen Ehescheidungsverfahren, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen dafür, dass eine Ehe geschieden werden kann, vorliegen, im wesentlichen davon abhängt, wie schnell oder wie langsam die Rentenversicherungsträger ihre Auskünfte erteilen. Je nachdem, ob eine private Altersvorsorge besteht (Betriebsrente, ZVK, Riester-Rentenversicherung, etc.), müssen auch diese Versicherungsträger Auskünfte erteilen. Diese reagieren allerdings meist prompt und erteilen die Auskünfte äußerst zeitnah.
Bei den gesetzlichen Rentenversicherungsträgern sieht es hier -im Regelfall- etwas anders aus. Im Regelfall muss man hier mit drei Monaten bis sechs Monaten rechnen, sofern ihr nicht noch zusätzlich Versicherungslücken oder Unklarheiten zu klären sind.

Im Falle eines Verzichts auf die Durchführung des Versorgungsausgleichs kann man ohne den Auskünften der Rentenversicherungsträger die an sich auszugleichende Differenz nicht ermitteln. Auch ein Beratungsgespräch bei einem Rentenberater bringt hier keine Aufklärung. Der Rentenberater kann und darauf allenfalls zu Deinen Anwartschaften Auskünfte erteilen und diese überschlägig ermitteln. Die Anwartschaften deines Ehemannes unterliegen jedoch dem Datenschutz. Erfahrungsgemäß sind die gesetzlichen Rentenversicherungsträger auf Anfrage beider Eheleute auch nicht bereit, die Anwartschaften von Eheleuten rein zu Informationszwecken zu ermitteln, da dies -trotz moderner EDV- mit einem erheblichen Arbeitsaufwand verbunden ist. Gesetzlich sind Sie hierzu auch nicht verpflichtet.

Es besteht im vorliegenden Fall also nur die Möglichkeit, die Anwartschaften grob zu schätzen und zu prüfen, wer wohl höhere Anwartschaften erworben hat und sich dann zu entscheiden, ob man mit seinem Anwartschaften leben kann oder nicht.
Nach den derzeit entgeltlichen gesetzlichen Vorgaben nach dem Versorgungsausgleichsgesetz ist ein Verzicht nur dann möglich, sofern ein solcher Verzicht nicht grob unbillig wäre. (Beispiel: 20 Jahre Hausfrau ohne eigene Rentenanwartschaften)
Da Du in der Zwischenzeit eigene, wenn auch geringere Rentenanwartschaften erworben hast, sollte einen solchen Verzicht nichts im Wege stehen.
Aufgrund der obigen Ausführungen sehe ich jedoch für Dich keine Möglichkeit, genau zu ermitteln, auf wie viele Euro und Cent Du hierbei genau verzichtest.

Ich hoffe, Dir hiermit weitergeholfen zu haben.

Liebe Grüße


Patrik Brendel
15.01.2012 13:34 Patrik Brendel ist offline Nimm Patrik Brendel in deine Freundesliste auf
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