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nimmermehr nimmermehr ist weiblich
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Dabei seit: 20.06.2012
Beiträge: 8
Herkunft: NRW
Kinder: Äffchen 10/2009

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Hallo,

ich bin neu hier und schlage direkt mit einem Problem auf.
Unsere Tochter ist 20 Monate alt und ein sehr selbstbewusstes und selbstbestimmtes Kind. Natürlich führen wir auch viele (Trotz)Diskussionen, wenn die Bedürfnisse mal auseinandergehen und das Thema Autonomie/Grenzen aufzeigen führt, wie hier auch bei anderen im Forum gelesen, zu den üblichen Diskussionen, Wutanfällen und Weinereien, die wir aber gut zusammen meistern.

Seit einiger Zeit jedoch beobachte ich eine Entwicklung, die mir Kopfschmerzen bereitet und mich innerlich zerreist, weil ich das Gefühl habe, mich zwischen meinen und den Bedürfnissen unserer Tochter entscheiden zu müssen.

Im April diesen Jahres wollte ich nach zweieinhalb Jahren Pause eine neue Arbeitsstelle antreten. Unsere Tochter war seit dem 14. Lebensmonat jeden Tag für maximal fünf Stunden bei einer Tagesmutter, hat sogar schon einen Tagesmutterwechsel hinter sich und sowohl die Eingewöhnungszeiten wie auch der Wechsel und der tägliche Aufenthalt dort liefen problemlos. Es schein also alles in Butter für einen Wiedereinstieg ins Arbeitsleben.
Kurz vor Arbeitsantritt erkrankte ich akut, musste mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus, wurde operiert und nach einer Woche entlassen. Der Papa nahm sich bei meiner Einlieferung sofort frei und kümmerte sich liebevoll um die Kleine. Wir erklärten ihr so gut es ging, was passiert war mit Mama und warum sie jetzt im Krankenhaus schlafen musste. Ich durfte sie während der Zeit des Aufenthaltes und vier Wochen danach nicht hochheben, was ihr sehr zu schaffen machte. Wir versuchten mit sehr viel Liebe und Kuscheln das Ganze auszugleichen, aber sie war verwirrt, warum manche Dinge wie das Hochheben jetzt nicht gingen.
Als ich dann zu Hause war, sagte sie mir immer wieder, wie sehr sie sich freue, dass ich wieder zu Hause und gesund sei. Sie umarmet mich häufiger und ganz spontan.
Einen Monat später musste ich wieder für drei Tage ins Krankenhaus zu einer Nachuntersuchung. Wieder erklärten wir ihr die Situation, diesmal auch schon vorher, weil wir ja wussten, dass ich wieder ins KH muss. Wieder durfte ich sie nicht hochheben danach. Wieder versuchten wir mit viel Liebe und Kuscheln die Situation zu "abzumildern".
Nach dem ersten Aufenthalt fing ich direkt danach an, zu arbeiten. Der erste Monat ging gut, bis auf das frühe Aufstehen (07:00), an das wir uns nun beide gewöhnen mussten. Ich arbeite acht Stunden, bin dann noch fahrtechnisch eine Weile unterwegs, so dass ich sie erst abends um sechs abholen kann.
Seit etwa vier Wochen ist sie nun trotzig, wenn ich sie morgens fertig machen und zur Tagesmutter bringen will. Wenn es ganz schlimm wird, fängt sie an zu weinen, sagt, ich solle nicht arbeiten gehen, sondern lieber zu Hause bleiben. Sie wolle nicht zur Tagesmutter, lieber zu Hause bei mir bleiben. Manchmal schreit und tobt sie, wirft mit Sachen um sich.
Ich bin verzweifelt. Ich hatte mich so auf einen Wiedereinstieg ins Arbeitsleben gefreut, bekam die Zusage für eine superinteressante Stelle und dachte, das müsste doch alles ohne Probleme gehen, wo doch bisher auch alles so gut lief. Doch jetzt habe ich das Gefühl, meiner Tochter jeden Tag meinen Willen überzustülpen. Mit ellenlangem guten Zureden gelingt es mir, sie dann doch irgendwann zur Tagesmutter zu bringen, wenn ich zur Arbeit muss. Doch sie klammert sich beim Abschied oft an mich, ist traurig, macht sich klein, flüstert ich solle da bleiben und nichts ist mehr zu erkennen von dem selbstbewussten Kind, das abends durch unsere Wohnung tobt.
Abends sagt sie mir dann auch, dass ich sooo lange weg war, schmollt und kuschelt sich fest an mich. Sie sagt mir dann auch immer wieder, dass ich ja jetzt wieder zu Hause wäre, sie wieder tragen könne und ja nicht mehr ins Krankenhaus muss. Die Sache mit dem Krankenhausaufenthalt hat sie anscheinend zusätzlich sehr mitgenommen.
Ich versuche, mein Fehlen am Tag durch gemeinsame Aktivitäten am Abend und Wochenende aufzufangen, kuschle viel mit ihr und versuche, ihr die Situation zu erklären.
Doch mich plagt das schlechte Gewissen, ob ich so weitermachen soll. Vielleicht wäre eine Stundenreduzierung ja eine Möglichkeit, so dass ich morgens und abends mehr Zeit für sie hätte und nur ein paar wenige Stunden arbeiten gehe. Die Arbeit aufgeben möchte ich eigentlich nicht, denn ich freue mich, wieder unter Menschen zu sein, neue Eindrücke zu bekommen und wieder arbeiten zu können. Allerdings möchte ich auch nicht, dass unsere Kleine unglücklich ist, nur weil ich egoistisch bin.

Für einen Rat wäre ich sehr dankbar, denn wir wissen einfach nicht, was wir tun sollen.
Vielen Dank fürs Lesen und viele Grüsse!
nimmermehr
20.06.2012 17:07 nimmermehr ist offline E-Mail an nimmermehr senden Nimm nimmermehr in deine Freundesliste auf
Christiane Rupp
Rabenexpertin

Dabei seit: 19.07.2007
Beiträge: 84

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Liebe nimmermehr!

Sicherlich hast du bereits abgeklärt, ob bei der Tagesmutter irgendetwas vorgefallen ist, das deine Tochter verunsichert haben kann. Das muss nicht immer eine große Sache sein, bei Kindern reichen manchmal in unseren Augen kleine Begebenheiten, die sie aus dem Tritt bringen können.

Du schreibst, sie war immer ein selbstbewusstes, selbstbestimmtes Kind. Grade für solche Kinder kann es besonders schwer sein, wenn sie durch die äußeren Umstände plötzlich sehr fremdbestimmt sind. Und da gab es dann ja einiges für deine Tochter zu verarbeiten. Daran könnte schon liegen, dass sie sich so verhält. Ich halte eine Stundenreduzierung nicht für falsch, wenn sie machbar ist, das könnte schon helfen.
Vielmehr würde ich aber darüber nachdenken, wo du ihr mehr Selbstbestimmung einräumen kannst. Vielleicht könnt ihr die Übergabesituation bei der Tagesmutter anders gestalten, so dass sich deine Tochter nicht so ausgeliefert fühlt. Auch den restlichen Tagesablauf würde ich mir an deiner Stelle mal unter diesem Aspekt angucken.
Wenn du weiterhin so arbeiten möchtest und mit der Tagesmutter im Grunde alles gut läuft, dann ist es gut, wenn du klar bleibst. Du gibst ihr dann die Sicherheit, dass das alles schon richtig so ist. Sie darf ihre Schwierigkeiten damit haben und du wirst ihr helfen, damit zu Recht zu kommen – das muss sie spüren.
Ich glaube, dass ihr diese Phase gut meistern werdet, denn ich lese aus deinen Zeilen, dass du deine Tochter sehr genau wahrnimmst. Gib ihr Zeit.

Alles Gute!

__________________
Herzliche Grüsse, Christiane
28.06.2012 17:55 Christiane Rupp ist offline E-Mail an Christiane Rupp senden Nimm Christiane Rupp in deine Freundesliste auf
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