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Zum Ende der Seite springen Unterhalt und Sorgerecht
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Familienrechts-Alias


Dabei seit: 06.05.2011
Beiträge: 0

Unterhalt und Sorgerecht Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Geburtsjahr:1979
Staatsangehörigkeit: deutsch
Ausgeübte Tätigkeit/Arbeitsumfang: derzeit in Erziehungszeit
Nettoeinkommen monatlich:ca 2300 von Mann und Kindergeld

Geburtsjahr des Kindes/der Kinder: 2010
Sind beide Elternteile sorgeberechtigt?nein

Bei getrennt lebenden Eltern:
Das Kind/Die Kinder leben bei:der Mutter
Das Umgangsrecht ist geklärt/nicht geklärt:
Das Sorgerecht sollen beide ausüben oder nur eine Partei?nur die Mutter
Unterhaltszahlungen von wem, in welcher Höhe?nein

Eheschließung im Jahr:
Trennung im Jahr:
Ehevertrag:

Meine Frage: Hallo, ich habe zwei Fragen. Es ist so, dass ich verheiratet bin und wir eine ganze Zeit lang getrennt waren. jeder hatte in dieser zeit eine neue Beziehung. Ich bin in dieser Trennungsphase ungewollt schwanger geworden und habe mich für das Kind entschieden. Kurze Zeit danach trennte ich mich vom Erzeuger des Kindes, weil ich merkte, dass ich noch gefühle für meinen Mann hatte.
Wir näherten uns langsam wieder an und kamen kurz nach der Geburt wieder zusammen. Wir sind also verheiratet, haben eine gemeinsame Tochter (6 Jahre) und die Kleine aus aus unserer Trennungszeit, 2 Jahre.
Der Kindsvater bezahlt keinen Unterhalt, zögert alle Anschreiben des Jugendamtes hinaus oder meldet sich garnicht. Die Kleine wird im August 2 Jahre alt und ich habe noch nie Unterhalt bekommen. Das Jugendamt will nun einen Titel erwirken bzw. den Unterhalt einfach festsetzen weil er keine Einkommensnachweise geschickt hat.
Nun meine erste Frage: Was würde passieren wenn er weiter nicht bezahlt oder behauptet er habe kein Geld???
Zweite Frage: Ich habe das alleinige Sorgerecht. Er sagte auch zur Sachbearbeiterin des Jugendamtes, er brauche das Kind nicht. Ich mache mir Gedanken wie das abläuft, sollte mir etwas zustoßen?
Mein Ehemann ist ja nicht der leibliche Vater aber die beiden haben eine sehr enge und liebevolle Beziehung. Ist es möglich etwas aufzusetzen und ggf. irgendwo zu hinterlegen um festlegen zu können, dass ich gerne hätte, dass mein Ehemann das Sorgerecht bekommt und nicht der Erzeuger?

Über eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar!
Viele Grüße

Antworten bitte nur vom Experten und der Fragestellerin/dem Fragesteller, keine Antworten Dritter! Danke.
26.06.2012 15:18 Familienrechts-Alias ist offline E-Mail an Familienrechts-Alias senden Nimm Familienrechts-Alias in deine Freundesliste auf
Bettina Simon Bettina Simon ist weiblich
Rabenexpertin

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Dabei seit: 12.03.2012
Beiträge: 1
Herkunft: Regensburg

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Guten Tag liebe Fragestellerin!

Ich habe dazu zunächst eine Verständnisfrage.

Sie schreiben, dass Sie mit dem Vater Ihres älteren Kindes immer noch verheiratet sind.

Nach § 1592 BGB gilt rechtlich als Vater des Kindes, wer zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist.

Ihre Anfrage lässt aber vermuten, dass von einer rechtlichen Vaterschaft des leiblichen Vaters Ihres jüngeren Kindes ausgegangen wird.

Welche Schritte wurden von Ihnen/ von Ihrem Mann/ von Jugendamt/ vom leiblichen Vater hinsichtlich der Vaterschaft unternommen?

Ich gehe mit Ihren Angaben nun von einer auch rechtlichen Vaterschaft des leiblichen Vaters aus:

Erste Frage: Was würde passieren wenn er weiter nicht bezahlt oder behauptet er habe kein Geld

Mit einem Unterhaltstitel kann man (per Gerichtsvollzieher) vollstrecken und im Rahmen dieser Vollstreckung feststellen, ob tatsächlich kein Geld vorhanden ist.

Die Vollstreckungsversuche können wiederholt werden, wird eine eidesstattliche Versicherung abgegeben, können die Angaben regelmäßig überprüft werden.

Wenn beim Unterhaltsschuldner tatsächlich kein Geld vorhanden ist, können Sie Unterhaltsvorschuß erhalten bis zum 12. Geburtstag des Kindes allerdings begrenzt auf eine Höchstdauer von 72 Monaten.

Zweite Frage: Ich habe das alleinige Sorgerecht. Er sagte auch zur Sachbearbeiterin des Jugendamtes, er brauche das Kind nicht. Ich mache mir Gedanken wie das abläuft, sollte mir etwas zustoßen?

Sie können ein Testament verfassen, indem Sie Ihre Wünsche hinsichtlich der Vormundschaft für das Kind festhalten (§ 1777 Abs. 3 BGB), in Ihrem Fall positiv im Hinblick auf die Übertragung auf Ihren Ehemann und negativ im Hinblick auf nicht Nichtübertragung an den leiblichen Vater. Ich rate in diesen Fällen an, zur Abfassung des Testamentes einen Anwalt oder besser noch einen Notar zu Rate zu ziehen, die Kosten hierfür sind überschaubar und sie können sich hinsichtlich der Wirksamkeit des Testamentes sicher sein.

Das Familiengericht, das im Falle Ihres Versterbens über die Vormundschaft für das Kind zu entscheiden hat (§ 1774 BGB), muß diese Wünsche berücksichtigen (§ 1776 Abs. 1 BGB), sofern Sie nicht dem Kindeswohl widersprechen oder andere Gründe hiergegen nach dem § 1778 BGB vorliegen.

Dazu ist noch wichtig, dass man als Elternteil nur dann berechtigt ist, einen Vormund für das Kind zu benennen, wenn man zum Zeitpunkt des Todes das Sorgerecht innehatte, § 1777 Abs. 1 BGB.

Ich hoffe, dass Ihre Fragen damit beantwortet sind, wenn nicht bitte ich um Nachfrage!

Und ich habe selbst auch noch eine Nachfrage: Wurde mit Ihnen schon die Möglichkeit einer Adoption (Annahme) des jüngeren Kindes durch Ihren Ehemann besprochen?


Mit freundlichen Grüßen
Bettina Simon
28.06.2012 11:43 Bettina Simon ist offline Homepage von Bettina Simon Nimm Bettina Simon in deine Freundesliste auf
Familienrechts-Alias


Dabei seit: 06.05.2011
Beiträge: 0

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Hallo Frau Simon,
erstmal herzlichen Dank für Ihre Antwort.

Zu ihren Fragen:

Wir mussten, bevor der Erzeuger die Vaterschaft überhaupt anerkennen sollte, erstmal die Vaterschaft meines Ehemannes ausschließen. Das wurde auf gerichtliche Anordnung hin per Speichelprobe getan.
Erst als dann eben offiziel feststand das er nicht der leibliche Vater ist, wurde der Erzeuger rangezogen um die vaterschaft anzuerkennen.
Er tat dies erst nach vielen vielen Schreiben und auch nur mit Nachdruck.
Das war im Februar 2012!

Wie gesagt, hat er sich bis heute beim Jugendamt nicht gemeldet und keine Unterlagen zugesendet. Der Sachbearbeiter hat ihm nun eine letzte Frist bis Mitte Juli gegeben (die gefühlte 100ste Frist). Sollte er sich nicht melden, wird es weitergehen zum Gericht. Laut Jugendamt steht mir kein Unterhaltsvorschuss zu weil ich verheiratet bin... ist das richtig?

Bzgl. der Adoption ist so: Der Erzeuger hat sich bis dato nicht um meine Tochter gekümmert. Er hat nichtmal gefragt wie es ihr geht.
Dazu hat er mich in meiner sehr beschwerlichen Schwangerschaft ohne Hilfe stehen gelassen. Auch finanziell war das sehr schwierig für mich. Meine Tochter wurde mit einer Fehlbildung geboren, durch die wir auch noch zusätzliche Kosten haben.
Vom Gefühl her habe ich schon drüber nachgedacht sie von meinem Mann adoptieren zu lassen. Irgendwann werden wir das sicherlich auch tun. Aber momentan finde ich einfach, dass meiner Tochter diese finanzielle Unterstützung zusteht! Ich würde ihr das Geld gerne anlegen für später! Wenn er sonst schon nichts für sie tut.....

Danke für die Info mit dem Testament. Ich werde baldigst einen Notartermin machen.

Viele Grüße
28.06.2012 12:05 Familienrechts-Alias ist offline E-Mail an Familienrechts-Alias senden Nimm Familienrechts-Alias in deine Freundesliste auf
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