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Zum Ende der Seite springen Protest an der Brust mit 8 Wochen
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NaMilli
unregistriert
Protest an der Brust mit 8 Wochen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo zusammen,

zum Thema stillen/nuckeln habe ich eine Frage.

Meine kleine 8 Wochen fängt derzeit während dem Stillen an zu protestieren, lässt die Brust immer wieder los, bekommt einen roten Kopf und Meckert bis hin zum schreien.. Alternativ (dies meistens nachts) nuckelt sie, trinkt die Milch aber nicht sondern lässt sie einfach aus ihrem Mund rauslaufen und nuckelt an der Brust weiter... (das beschert mir natürlich dauern feuchte Bettlaken..) Einen Schnuller bekommt meine kleine nicht, allenfalls wenn sie sich an der Brust so reinsteigert das gar nichts mehr geht meinen kleinen Finger.

Ist dieses Verhalten normal?
Könnte das Verhalten noch andere Ursachen haben? (Zu wenig Milch dürfte meines Erachtens nicht der Grund sein, da ich es regelmäßig bei diesen Anfällen überprüfe und noch locker Milch ausstreichen kann)

Wie kann man hier richtig gegensteuern oder soll man es einfach laufen lassen bis sie "gelernt" hat zu nuckeln ohne das Milch kommt (wenn überhaupt möglich?)

Ich freue mich schon auf die Antwort
Viele Grüße
21.06.2012 08:40
Denise Both Denise Both ist weiblich
******

Dabei seit: 13.07.2007
Beiträge: 1.114

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Liebe NaMilli,

das Verhalten deiner Kleinen kann verschiedene Ursachen haben. Eine davon könnte ein zu starker Milchspendereflex sein. Das Kind kann dann beim Einsetzen des Milchspendereflexes das Gefühl haben, dass die Milch es regelrecht "ertränkt" und lässt dann mit mehr oder weniger heftigem Protest die Brust los. Wenn die Milch so "herausschießt", schluckt das Kind oftmals auch recht viel Luft und das macht sich auch nach dem Stillen mit Bauchproblemen bemerkbar.

Wenn das so ist, dann hilft es euch beiden, wenn Du dir die Schwerkraft zu Nutze machst. Das heißt, dass Du dein Kind beim Anlegen ? wie Du es bereits probiert hast - höher positionierst als die Brust. Das wird Berg-auf-Stillen genannt und geht recht gut in der sogenannten Australia-Haltung. Bei dieser Stillposition befindest Du dich mit leicht erhöhtem Kopf in Rückenlage. Das Kind liegt mit dem Gesicht nach unten auf dir parallel zu deinem Körper. Bei einem jungen Säugling muss der Kopf des Kindes von der Mutter an der Stirn abgestützt werden.

Durch die Schwerkraft wird dein Brustgewebe in der Rückenlage zurückgezogen, so dass das Ansaugen für das Kind schwieriger werden kann. Daher ist es günstig, wenn Du die Brust weit genug hinter dem Brustwarzenhof hältst und eventuell das Brustgewebe leicht zusammen drückst.

Lass dir diese Haltung von der Kollegin zeigen. Adressen von Stillberaterinnen findest Du unter
http://www.lalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC).

Weitere Tipps sind, dass Du dein Kind unmittelbar nach dem Ansaugen und Einsetzen des Milchspendereflexes kurz von der Brust abnimmst (bitte brustschonend den Saugschluss lösen, sonst leiden die Brustwarzen), die Milch erst einmal fließen lässt (dabei sind Mullwindeln oder kleine Handtücher günstig, um die Milch aufzufangen) und dein Kind erst dann wieder anlegst, wenn der starke Milchfluss nachlässt. Außerdem ist es sinnvoll, das Baby häufiger anzulegen, dann spritzt die Milch unter Umständen nicht ganz so stark. Reagiere wirklich bereits auf die allerersten Hungerzeichen, dann ist dein Kind weniger unruhig und weniger "gierig". Es ist sinnvoll alle künstlichen Sauger wegzulassen, denn das dadurch eventuelle hervorgerufene Saugverhalten kann die Sache noch weiter erschweren. Manche Frauen machen auch gute Erfahrungen damit, das Kind nur jeweils an einer Seite pro Stillzeit anzulegen, aber das musst Du individuell ausprobieren.

Vorsichtshalber sollte auch die Gewichtsentwicklung deines Kindes kontrolliert werden, denn leider sagt es nicht wirklich etwas über die Milchmeneg aus, wenn nach den Stillen noch Milch ausgestrichen werden kann.

Eine andere mögliche Ursache für die scheinbare Ablehnung der Brust, die sich durch Überstrecken und Abstossen mit den Armen usw. äußert, können die kindlichen Reflexe sein. Suzanne Colson hat hierzu geforscht und sehr interessante Aspekte erkannt. Die primitiven neonatalen Reflexe (PNR) haben eine nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das Verhalten des Kindes an der Brust und Colson konnte in ihren Untersuchungen zeigen, dass von halbliegenden mütterliche Positionen in Interaktion mit Positionen des Neugeborenen sowohl in Zusammenhang mit dem Auslösen von instinktiven mütterlichen Verhaltensweisen als mit das Stillen stimulierenden PNRs stehen. Beeindruckende visuelle Datenanalysen weisen darauf hin, dass wenn sich das Neugeborene und vollständiger Bauchlage befindet wie einige andere Säugelebewesen Anti-Schwerkraft-Reflexe ausgelöst werden, die das Erfassen der Brust und den Erhalt des Milchtransfers unterstützen. Leider gibt es dazu meines Wissens noch keine deutschen Veröffentlichungen, aber wenn Du Englisch lesen kannst, dürfte die folgende Seite für dich interessant sein http://www.biologicalnurturing.com/pages...adarticles.html

Liebe Grüße
Denise
28.06.2012 09:24 Denise Both ist offline E-Mail an Denise Both senden Nimm Denise Both in deine Freundesliste auf
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