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Zum Ende der Seite springen PCO und zu wenig Milch
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Lariya Lariya ist weiblich
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Dabei seit: 21.03.2012
Beiträge: 18
Herkunft: Berlin
Kinder: bald 1

PCO und zu wenig Milch Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo,

ich habe eine Frage bezüglich PCO und stillen und eventuell kann mir da wer weiterhelfen.
Vor der Schwangerschaft litt ich unter PCO mit zuvielen männlichen Hormonen. Auch in der Schwangerschaft hatte ich noch weiterhin die Symptome (vermehrtes Haarwachstum). Meine Frauenärztin meinte dazu immer nur "ich hätte gerade keine Hormonstörung mehr" und mehr kam nicht, sodass ich mich nicht so wirklich weiter damit befasst habe.

Nun habe ich meine Tochter zur Welt gebracht und Probleme mit dem Stillen bekommen. Sie trinkt super, also sie kann es, aber sie schlief oft ein an der Brust sodass ich bei 16% Abnahme zufüttern musste. Ich fütterte per Sonde zu was super klappte. Wir versuchten mit Bockshornklee und einem Medikament die Milchmenge zu steigern: Ohne Erfolg.
Sie ist jetzt 6 Wochen alt und ich füttere immer noch zu, mittlerweile bekommt sie nach dem Stillen die Flasche (Calma -Sauger).

Nun frage ich mich ob durch das PCO eventuell zu wenig Milch da sein kann und ob man etwas dagegen tun könnte wenn es so wäre?
Ich habe versucht einen Termin bei einer endokrinologischen Praxis zu bekommen, aber das ginge erst Anfang September. Da wäre sie schon 4 Monate.

Eine Schilddrüsenunterfunktion hatte ich vor der *Schwangerschaft* [Autokorrektur von rabeneltern.org] auch, in der *Schwangerschaft* [Autokorrektur von rabeneltern.org] dann anfangs eine Überfunktion.

Ich kam darauf zu fragen, da es in dem Beitrag hier erwähnt wurde mit "zu wenig Milch wegen PCO": Stillen und PCO-Syndrom


LG

__________________
LG,
Lariya

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Lariya: 16.06.2012 17:45.

16.06.2012 17:43 Lariya ist offline E-Mail an Lariya senden Nimm Lariya in deine Freundesliste auf
Denise Both Denise Both ist weiblich
******

Dabei seit: 13.07.2007
Beiträge: 1.114

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Liebe Lariya,

es gibt verschiedene Erklärungsansätze, warum das PCOS sich negativ auf die Stillfähigkeit auswirkt. Einer davon ist die so genannte „Progesteron-Mangel-Theorie“. Die Entwicklung der Brust vollzieht sich in der Pubertät und Schwangerschaft unter dem Einfluss von Östrogen und Progesteron. Während der Schwangerschaft kommt noch zusätzlich Prolaktin ins Spiel. Östrogen nimmt Einfluss auf das duktale Wachstum, Progesteron auf die Ausbildung der Alveolen. Es ist bekannt, dass ein großer Teil der Frauen mit PCOS unter einem Progesteronmangel leiden. In Abhängigkeit vom Zeitpunkt des Einsetzens des PCOS, könnte die Hypothese aufgestellt werden, dass das Wachstum und die Entwicklung der Alveolen sowohl in der Pubertät als auch in der Schwangerschaft durch diesen Progesteronmangel gestört werden und dadurch nicht voll funktionsfähig sind.

Eine weitere Überlegung betrifft die Hormone Östrogen und Prolaktin. Es wurde beobachtet, dass die Östrogenspiegel in den peripheren Geweben von einigen Frauen mit PCOS hoch sein können, aber gleichzeitig konnte festgestellt werden, dass die bei diesen Frauen allgemein erhöhten Androgene sowohl die Östrogen- als auch die Prolaktinrezeptoren herunterregulieren können. Das könnte bedeuten, dass die Frau zwar genügend Östrogen und Prolaktin bildet, aber nicht über genügend Rezeptoren verfügt, um ausreichend Nutzen daraus zu ziehen. Die Wirkung des Prolaktins wird gehemmt und damit auch die Milchbildung.

Insulin spielt ebenfalls eine wesentliche Rolle bei der Milchbildung. Das lässt sich nicht zuletzt bei schlecht eingestellten Diabetikerinnen erkennen, die ebenfalls Probleme mit zu wenig Milch haben können. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welche Auswirkungen die in Zusammenhang mit dem PCOS auftretende Insulinresistenz spielt. Die Brust reagiert als sensibles Zielorgan auf Insulin. Wenn das Insulin nicht schnell und wirkungsvoll dorthin kommt, wo es benötigt wird, könnte auch dies eine mögliche Ursache für die Stillprobleme sein. Diese Hypothese findet eine gewisse Bestätigung darin, dass bei einigen PCOS-Patientinnen die Gabe von Metformin zur Steigerung der Milchmenge führte.

Es kann versucht werden, durch zusätzliches Pumpen und den Einsatz von Galaktogenen die Milchbildung anzuregen. Der Einsatz von Domperidon kann hilfreich sein und auch eine (Weiter)Behandlung mit Metformin scheint von Nutzen zu sein (beides selbstverständlich unter ärztlicher Begleitung). Insgesamt besteht mit Sicherheit noch ein großer Forschungsbedarf auf diesem Gebiet.

Auf alle Fälle solltest Du auch nochmals deine Schilddrüsenfunktion überprüfen lassen. Ein Termin beim Endokrinologen ist mit Sicherheit eine gute Idee. Vielleicht kann deine Hausärztin/arzt einen früheren Termin für dich bekommen oder Du fragst einmal bei deiner Krankenkasse nach, ob sie für dich einen schnellen Termin erreichen können.

Liebe Grüße
Denise
23.06.2012 15:16 Denise Both ist offline E-Mail an Denise Both senden Nimm Denise Both in deine Freundesliste auf
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