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Zum Ende der Seite springen Eisenmangel?
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linn24 linn24 ist weiblich
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Dabei seit: 24.02.2012
Beiträge: 89
Kinder: Sohnemann (04/11)

frage Eisenmangel? Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

hallo,

wir waren heute bei der kinderärztin und sie hat sofort, als sie meinen sohn (1 jahr) gesehen hat, gesagt, dass er ziemlich blass ist und eventuell eisenmangel hat. mir kommt er aber nicht so blass vor. naja, auf jeden fall hat sie dann einen bluttest gemacht, und meinte, dass der hämoglobinwert wohl bei 11 liegt (dazu gab es keine einheit!?), was wohl noch okay ist, allerdings sind die blutkörperchen recht klein, was darauf hindeutet, dass er einen eisenmangel hat. allerdings ist er genau das gegenteil von träge und schlapp.

die empfehlung der ärztin war, dass unser sohn morgens immer ein halbes glas frisch gepressten orangensaft trinken soll, damit er genug vitamin c zur eisenaufnahme bekommt.

so, und nun ein paar hintergrundinfos:
sohnemann ist voll ausgetragen (exakt am berechneten termin geboren), nabelschnur durfte nicht auspulsieren, obwohl das vorher so abgemacht war. er wurde sechs monate voll gestillt und wollte dann winzigste mengen essen. allerdings ersetzte die beikost erst nach etwa zehn monaten eine stillmahlzeit. vorher war es eben nur kosten. er wird immer noch gestillt, wobei die milch noch den hauptanteil seiner ernährung ausmacht.
an beikost ißt er hauptsächlich obst und gemüse (roh und gekocht) und ab und zu auch mal kartoffeln, reis, nudeln und selten brot. keine milchprodukte, keine eier und kein fleisch bzw. fisch.

mein mann und ich sind vegetarier und wollen unseren sohn auch danach ernähren. milchprodukte bekommt er noch nicht, wegen allergiegefahr. aber die wären ja eh nicht so hilfreich bei der eisenaufnahme. wir essen auch keine eier.

die ärztin sagte auch noch, dass milch die eisenaufnahme verhindert und bezog sich dabei auf die muttermilch. ich hatte das gefühl, dass sie mir zum abstillen raten wollte unsicher allerdings dachte ich immer, dass sich das mit der milch und eisen eben auf kuhmilch bezieht. das eisen in der muttermilch kann doch gut verwertet werden, oder?

jetzt meine eigentlichen fragen:

frage verhindert muttermilch wirklich die eisenaufnahme?
frage welche kindgerechten nahrungsmittel enthalten viel eisen?
frage was machen andere langzeitstillende anders, dass ihre kinder keinen eisenmangel haben?

wenn noch unklarheiten sind, oder angaben fehlen sollten, dann trage ich sie auf anfrage gern noch nach!

liebe grüße

linn
08.05.2012 13:30 linn24 ist offline E-Mail an linn24 senden Nimm linn24 in deine Freundesliste auf
Denise Both Denise Both ist weiblich
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Dabei seit: 13.07.2007
Beiträge: 1.114

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Liebe Linn24,

Eisenmangel kann sehr unterschiedliche Ursachen haben, langes Stillen alleine ist jedoch keinesfalls eine Ursache dafür, es sei denn das Kind wird deutlich über das erste Lebenshalbjahr hinaus ausschließlich gestillt. Eine wesentliche Rolle spielen die in der Schwangerschaft angelegten Eisenspeicher beim Kind. Hatte die Mutter in der Schwangerschaft einen Eisenmangel, startet das Kind mit weniger gut gefüllten Speichern. Besonders gefährdet für Eisenmangel sind Frühgeborene, Kinder deren Mütter in der Schwangerschaft einen Eisenmangel hatten und Kinder, deutlich länger als sechs Monate jegliche feste Nahrung ablehnen

Kinder können einen Eisenmangel haben, ohne dass sie schlapp und träge wirken. Insbesondere, wenn der Eisenmangel langsam entstanden ist, können sich die Kinder nicht selten daran "gewöhnen" und wirken ganz "normal".

Man unterscheidet in Eisenmangel und Eisenmangelanämie. Eisenmangelanämie entsteht, wenn der im Körper gebildete Eisenspeicherwert (Ferritin) absinkt. Dieser aber ist notwendig für die Produktion des Eisens. Die Bestimmung des Hämoglobinwerts (Hb, Einheit entweder g/dl oder mmol/l) im Blut alleine reicht nicht aus, um einen Eisenmangel auszuschließen.
Eine Verringerung der Größe der roten Blutkörperchen (MCV = Mean Corpuscular Volume), wie sie eure Kinderärztin erwähnt hat, weist in der Tat auf einen Eisenmangel hin. Bei einem erniedrigten MCV wird in der Regel weiter abgeklärt, um die Ursache eines Eisenmangels festzustellen, so dass auch eine gezielte Behandlung erfolgen kann. Das solltet ihr jetzt in Ruhe mit eurer Kinderärztin besprechen.

Muttermilch behindert die Eisenaufnahme - im Gegensatz zu Kuhmilch - nicht. Auch ist das in der Muttermilch enthaltene Eisen sehr gut bioverfügbar. Allerdings lässt sich ein tatsächlich bestehender Eisenmangel leider nicht nur durch Stillen und die Gabe von eisenreicher Nahrung plus Vitamin C (das wie eure Kinderärztin bereits gesagt hat verbessert die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung) beheben. Je nachdem wie schwerwiegend der Mangel ist, kann es auch unter medikamentöser Behandlung einige Zeit dauern, bis er behoben ist.

Eine vegetarische Ernährung ist nicht gleichzusetzen mit einer zu geringen Eisenzufuhr. Vegetarisch lebende Familien sollten jedoch unbedingt auf eine bewusste Zusammenstellung ihrer Ernährung achten, denn das Eisen aus pflanzlichen Nahrungsmitteln wird nur zu 3 bis 8 Prozent verwertet, also deutlich weniger als das hämgebundene Eisen aus Fleisch, dessen Verwertbarkeit bei etwa 23 % liegt.

Hirse und Heferflocken enthalten relativ viel Eisen und lassen sich gut kindgerecht zubereiten. Hülsenfrüchte sind ebenfalls gute Eisenlieferanten.

Liebe Grüße
Denise
16.05.2012 08:54 Denise Both ist offline E-Mail an Denise Both senden Nimm Denise Both in deine Freundesliste auf
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