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Zum Ende der Seite springen Mein Sohn (1 1/2 J) haut/beißt
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AllesAnders AllesAnders ist weiblich
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Dabei seit: 03.02.2012
Beiträge: 6
Herkunft: Alb-Donau-Kreis

check Mein Sohn (1 1/2 J) haut/beißt Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo,

ich brauche mal einen Rabeneltern-Rat.

Mein Sohn ist 19 Mon. alt. Seit Sept. '11 geht er in die Krippe. Da hat es ihm von Anfang an super gefallen. Die Eingewöhnung lief holprig, aber gut. Gehauen hat er vorher schon. Allerdings war das für mich nicht sooo schlimm. Ich habe ihm immer ernst gesagt, dass er das nicht tun soll: "Nein! Das macht aua!" Dann gab es eine Phase, in der er öfter gehauen hat. Das war, nachdem er erfolgreich in der Krippe eingewöhnt war. Es fiel auf, da er seinen 2 Mon jüngeren Freund immer gehauen hat, wenn er ihn sah. Mein Sohn war seit seiner Geburt ein "Draufgänger". Angefangen beim "Barracuda"-Stiller, brauchte fast 24-Std. Körperkontakt und wollte in den Wachphasen was erleben. Sein Freund ist quasi das Gegenteil von ihm. So hat die Mutter auch sofort eingegriffen und ihren Sohn auf "Schäden" untersucht, wenn er von meinem Sohn einen Klaps bekam. Ich ging zwar dazwischen und sagte meinem Sohn "Nein". Aber ich fand ihre Fürsorge übertrieben, zumal ihr Sohn nichtmal heulte.

In der Krippe sprach ich das an, die Erzieherin fand das Verhalten aber nicht besonders auffällig, weshalb sie auch nichts gesagt hatte.

Mit meiner Freundin treffen wir uns inzwischen nicht mehr so oft, da sie nicht möchte, dass ihr Sohn gehauen wird und ich kann nicht dafür garantieren. Und mein Sohn haut seinen Freund auch öfter, als seine anderen Freunde. Allerdings bin ich natürlich auch entsprechend angespannt (genauso wie sie), wenn wir uns treffen...
Vor zwei Wochen hatte mein Sohn wieder eine Phase, in der er viel gehauen hat. Sein Freund war wieder zu Besuch und hat ständig eins übergebraten bekommen. Ich war nur noch damit beschäftigt, dazwischen zu gehen.

Als ich in der Krippe fragte, wie es da ist, sagten sie, es wäre nichts besonderes, doch er habe es in dieser Woche besonders auf ein Kind abgesehen. Dieses Kind ist genauso wie sein Opfer-Freund (oh man hört sich das doof an) sehr friedfertig und macht keine Anstalten, sich zu wehren. Heute fragte ich eine andere Betreuerin, die meinte, dass mein Sohn ihn in letzter Zeit vor allem beißt. Er hat ihn schon in die Stirn gebissen.
Allerdings wird er von den Betreuerinnen auch als sehr fröhlich beschrieben und mein Sohn ist auch bei den anderen Kindern eigentlich beliebt! Von Anfang an hat es ihm dort gut gefallen und ich merkte auch, wie sich die anderen Kinder freuten, ihn zu sehen. Manchmal haben die anderen Kinder auch darum gestritten, weil alle gleichzeitig mit ihm spielen wollten.

Zuhause und bei zwei anderen gleichaltrigen Jungs, mit denen wir uns häufig treffen, fällt mir folgendes auf:

Mein Sohn haut, wenn er
- Hunger hat
- müde ist
- sich bedrängt fühlt
- etwas nicht will/sich ungerecht behandelt fühlt
- es lustig findet, welche Reaktion das Hauen hervorruft (Geräusch/Gesichtsausdruck)
- Lärm machen will
- Aufmerksamkeit braucht
- ein Spielzeug will, das der andere gerade hat

Mein Sohn beißt (bisher nur mich und die Oma), wenn er aufgedreht ist/beim Raufen/wenn er Zahnschmerzen zu haben scheint und nichts anderes griffbereit ist (ich biete ihm dann etwas zum Beißen an, bzw. den Schnulli, den er dann auch nimmt).


Für mich ist die Situation so schwierig, weil ich meinen Sohn als sehr lebhaft und fröhlich erlebe. Er will sehr viel selbstständig machen, was ich auch, wenn möglich, unterstütze. Er erforscht so viel und kann sich richtig ins Spiel vertiefen. So leidenschaftlich, wie er sich neue Fähigkeiten aneignet, kann er auch wütend werden, wenn etwas nicht nach seinem Kopf geht. Mein Sohn versteht schon viel, spricht nicht richtig. Er brabbelt viel und er kann verschiedene Begriffe sagen, die mehrere Bedeutungen haben. Letzte Woche hat er das erste Mal "(N)'ein" gesagt. Das kommt aber noch nicht zuverlässig raus, wenn es angebracht wäre (anstelle von hauen). Wenn ich etwas (nicht) möchte, mache ich das deutlich und er versteht sehr viel. Aber dass man nicht haut, versteht er nicht. Ich habe es auch schon mit mehr Strenge und bösem Blick versucht. Und nachdem wir beide davon total gestresst waren und ich mich nur noch über meinen BamBam-Sohn geärgert habe, habe ich meine Strategie geändert. Ich habe versucht, darüber zu stehen und ihm jedesmal aufs Neue ruhig und ernst sagte, "Nein, das macht aua". Und es wurde deutlich besser. Die anderen beiden Mamis, mit denen ich mich oft treffe, waren verständnisvoll und obwohl ihre Jungs auch nicht so hauen, wie mein Sohn, gibt es da keine Probleme.

Aber wirklich glücklich bin ich trotzdem nicht. Erstens würde ich mich gerne mit der anderen Mami treffen - die Jungs mögen sich ja trotzdem. Zumindest freuen sie sich jedesmal, wenn sie sich sehen. Und mein Sohn hat ihn auch schon oft umarmt. Zweitens mache ich mir Sorgen, weil mein Sohn es anscheinend auf die Schwächeren abgesehen hat. Zwar scheint mein Sohn einfach temperamentvoller zu sein, als die anderen Kinder mit denen wir zu tun haben.


-Wie soll ich damit umgehen? Oft ist es Hunger/Müdigkeit, wenn mein Sohn haut. Aber manchmal weiß ich auch nicht, woran das liegt. Und was mache ich dann?

-In der Krippe wird der stille Stuhl als Erziehungsmittel angewandt. Ich finde das nicht sinnvoll. Aber mit welchen alternativen Methoden kann ich die Erzieher überzeugen? Ich habe ihnen von meinen Erfahrungen berichtet. Aber selbst bei einem Betreuungsschlüssel von 3/12 ist es schwierig, die Bedürfnisse von einem einzelnen Kind richtig zu erfassen. Ich muss mir auch oft bewusst Zeit nehmen, um herauszufinden, was mein Sohn von mir will.

-Wie gehe ich mit anderen Eltern um? Ich habe z. B. den Eindruck, dass mein Sohn mehr haut, je mehr man eingreift. Aber wäre nichtstun gut?

-Die Mama vom "Opferkind" verlangt, dass ihr Sohn nicht mehr gehaut wird. Ich habe ihr gesagt, dass ich keine Lust habe, meinem Sohn ständig hinterherzulaufen, da ich dann keine Zeit für Unterhaltung habe und dann können wir es auch sein lassen. Bleibt nur, dass wir uns draußen treffen (da kommen sie sich nicht so oft in die Quere) oder nur ohne Kind. Das finde ich eigentlich schade. Und sie anscheinend auch. Selbst mein Mann, der bis vor kurzem der Meinung war, man müsse das Hauen unterbinden und ich müsse da viel strenger sein, findet ihr Verhalten überfürsorglich (er hat das schon live mitbekommen). Inzwischen sieht er ein, dass momentan mit Strenge nicht mehr, eher weniger erreicht wird...


Bleib ich zu ruhig (obwohl ich meinen Sohn doch jedesmal "zurechtweise")?

Gibt es vielleicht ähnliche Erfahrungsberichte mit "Happy End"?
13.02.2012 22:48 AllesAnders ist offline E-Mail an AllesAnders senden Nimm AllesAnders in deine Freundesliste auf
Pea Pea ist weiblich
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Dabei seit: 17.10.2010
Beiträge: 152
Herkunft: Schleswig-Holstein
Kinder: Ein Mädchen (02/09)

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Ich kann nur aus Opferkind-Mama berichten. Wir haben es ein Jahr lang versucht, das Hauen wurde nicht besser, obwohl die Ma meiner Meinung nach alles versucht hat. Haette sie nicht reagiert, wenn ihr Kind meines geschlagen hat, dann haette ich den Kontakt sofort abgebrochen. Es tat mir dann irgendwann fast selbst weh, wenn meine Tochter geschlagen wurde. Inzwischen will meine Tochter ihn auch nicht mehr sehen, das war bis vor kurzem noch anders, daher habe ich den Kontakt erst einmal ausgesetzt.

In einem Spielkreis erlebe ich eine Mutter, die ihren zweijaehrigen nur sporadisch zurechtweist, wenn er andere Kinder haut (als er mich einmal geschlagen hatte, reagierte sie gar nicht). Finde ich unmoeglich! Es fuehlt sich einfach aetzend an, wenn das eigene Kind geschlagen wird, und hat auch meiner Meinung nach nichts mit uebervorsichtig sein zu tun.
13.02.2012 22:59 Pea ist offline E-Mail an Pea senden Nimm Pea in deine Freundesliste auf
Christiane Rupp
Rabenexpertin

Dabei seit: 19.07.2007
Beiträge: 84

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Hallo!

Du fragst in deinem letzten Satz nach ähnlichen Erfahrungsberichten. Dies würde ich an deiner Stellen noch einmal im Unterforum "Kinderhaus" tun. Darüber hinaus kannst du hier in diesem Beratungsforum noch nach den Stichworten Hauen oder Beissen suchen, wir hatten schon einige Anfragen zu dem Thema und vieles ähnelt sich ja.


Dein Kind ist noch klein und ich finde wichtig, dass sein Verhalten nicht über die Maßen problematisiert wird. Es ist nicht selten in dem Alter und natürlich kann man etwas tun aber du kannst auch davon ausgehen, dass allein die Tatsache, dass er größer und reifer wird etwas verändern wird.

Du hast sehr genau beobachtet, wann das Verhalten bei ihm auftritt. Und mir fällt auf, dass es zwei Ebenen gibt. Die eine ist, dass er so reagiert, wenn er sich körperlich unwohl fühlt. Du könntest versuchen, diese Situationen zu vermeiden, bzw. dann sehr schnell eine Entlastung für ihn herzustellen. Es kann sein, dass sich dieser Zustand des Unwohlseins für ihn so unerträglich anfühlt, dass er um sich hauen muss. Das gibt es und es kann auf eine Wahrnehmungsproblematik hindeuten. Ich würde dir raten, ihn einmal in einem SPZ oder bei einer auf Wahrnehmungsstörungen spezialisiserten Ergo- oder Physiotherapeutin vorzustellen.

Der andere Punkt ist, dass ihr möglicherweise schon in einer Spirale der negativen Aufmerksamkeit seid. Du kannst erst einmal davon ausgehen, dass er sich nicht anders verhalten kann, wenn er das tut. Je ruhiger und je weniger moralisch du bleibst und vor allem: je klarer, desto hilfreicher ist das für ihn. Du kannst ihm schon sagen, dass du das nicht möchtest und dass xy das auch nicht möchte. Ich wäre vorsichtig mit Wertungen, weil das auslösen kann, dass er sich hilflos fühlt und damit das Ganze noch verstärkt wird. Wenn du ihn nicht erreichen kannst oder er sein Verhalten nicht stoppen kann, dann ist es gut, die Situation einfach ruhig zu beenden, den Spielplatz, die Freunde, was auch immer zu verlassen.

Vielleicht kannst du dch in der nächsten Zeit einmal darauf konzentrieren, wann Situationen gut laufen und ihm gegenüber das benennen. Auch nicht wertend, eher so "Heute haben sich du und xy richtig wohl miteinander gefühlt und ihr hattet richtig Spaß zusammen!" Meistens ist man ja schnell damit zur Stelle zu sagen, was man "schön" oder "nicht schön" findet. Das kann für ein Kind in seinem Alter, das sein Verhalten nur bedingt steuern kann sehr schlimm sein.

Und vor allem wird sich dein Blick verändern, wenn du mehr Situationen wahr nimmst, in denen alles gut ist. Denn natürlich macht das ja auch dir als Mutter etwas aus, das finde ich völlig klar und auch verständlich.

Ich wünsch dir gute Nerven und euch alles Gute.

__________________
Herzliche Grüsse, Christiane
15.02.2012 20:48 Christiane Rupp ist offline E-Mail an Christiane Rupp senden Nimm Christiane Rupp in deine Freundesliste auf
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