Link zur Website rabeneltern.org
Link zur Startseite vom Forum RABENELTERN.ORG e.V.
Link zu Nutzungsbedingungen RABENELTERN.ORG e.V.
Link zum Rabenbranchenbuch
Link zu Förderrabe Info
Link zum anderen Flohmarkt Info

Link zum Bereich Rabencafe Link zum Bereich Gemeinschaftszentrum Link zum Bereich Fundamente
Link zum Bereich Kinderhaus Link zum Bereich Elternzentrum Link zum Bereich Beratungsstelle
RegistrierungMitgliederlisteTeammitgliederProjektBibliothek

RABENELTERN.ORG e.V. » Beratungsstelle » Hilfe für den Elternalltag » Wutanfälle » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag | Erster ungelesener Beitrag Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
Thema ist geschlossen
Zum Ende der Seite springen Wutanfälle
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »
kopflosyv!
unregistriert
check Wutanfälle Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Guten MOrgen!

Ich brauche einen Rat. Mein Sohn ist im September 3 Jahre alt geworden und hat im MOment ca. einmal in der Woche einen Wutanfall, den wir sehr schlecht in den Griff bekommen. Er findet da allein nicht raus und ich weiß nicht wie ich ihm helfen soll! Es fängt üblicher Weise damit an, dass etwas nicht nach seinem Kopf läuft und dann gibt es ein riesen Geschrei! Natürlich ist mir das Thema Autonomiephase bekannt aber ich finde, dass es bei uns heftige Ausmasse annimmt. Mein Sohn ist schon immer laut und ein Temperamentsbündel gewesen. So ist er einfach und ich finde das auch nicht unbedingt negativ, wenn auch manchmal anstrengend. Im Grunde ist er aber ein normales sehr interessiertes Kind und im Kindergarten können sich die Damen gar nicht vorstellen, dass er so ausrasten kann!
Das Extreme daran finde ich, dass er überhaupt nicht zu erreichen ist wenn er loslegt. Ich versuche stets ruhig zu bleiben aber wenn er sich eine Stunde schreiend vor mich stellt und und mich attakiert mit Hauen, Beißen und schweren Spielzeugen muss ich mich ja auch irgendwie schützen, zumal ich im achten MOnat schwanger bin. Und ich muss sagen eine Stunde Geschrei in voller Lautstärke ist kaum zu ertragen. Nach ca. einer 3/4 Stunde schrei ich dann auch schonmal los. Ich bin ja schließlich dann auch irgendwann wütend. Mein Mantra war bisher "wir hauen uns nicht!" Immer wieder gesagt und das hat auch mal funktioniert aber jetzt irgendwie nicht mehr. Gestern war es so schlimm, dass ich ihn, nachdem er seinem Papa heftig in die Hand gebissen hat, in die Dusche gestellt hab und ihn kurz kalt abgeduscht . Ich hatte das Gefühl er spürt einfach gar nichts mehr. Natürlich lass ich ihn dabei nicht allein. Ich hab ihn dann eingewickelt und festgehalten. Ins Zimmer bringen funktioniert nicht weil er immer wieder schreiend rauskommt oder die Tür so sehr zu schmeißt, dass ich Angst hab er könnte sich verletzen. Ich hab auch kein gutes Gefühl ihn mit der Situation allein zu lassen. Es ist auch nicht so, dass er zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Eher im Gegenteil. Wir spielen viel mit Ihm oder beziehen ihn halt in die Hausarbeit mit ein. Er spielt generell wenig allein und braucht viel Aufmerksamkeit. Soll er auch haben wenn er den halben Tag im Kindergarten ist.
Bestimmt hab ich was vergessen und ich bin schon auch ein Temperamentsbündel. Aber ich will ihn nie wieder unter die Dusche stellen oder habe Angst, dass mir irgendwann doch mal die Hand ausrutscht. Vielleicht könnt ihr mir helfen!

DAnke und Grüße Yvonne
08.11.2011 08:51
Susanne Zapf
Rabenexpertin

images/avatars/avatar-35.gif

Dabei seit: 04.02.2010
Beiträge: 24

RE: Wutanfälle Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Liebe Yvonne,
erstmal vielen Dank für deine Geduld und entschuldige die lange Wartezeit. Du schilderst eure Situation als sehr angespannt, und ich kann gut nachvollziehen, wie du dich fühlst.
Ich lass jetzt mal die Grundlagen des „wie und weshalb“ weg, du sagst, du weißt Bescheid, das ist schon mal super zwinker .
Mein Eindruck ist, dass ihr die Situation sehr lange hochkochen lässt. Meiner Erfahrung nach ist es zwar sehr wichtig, wütende und tobende Kindern ihre Gefühle ausleben zu lassen, auch für sie zu artikulieren, aber doch so früh wie möglich abzustoppen, damit es nicht zu einer kompletten Eskalation kommt.
Viele Kinder finden ohne Regulation von außen nicht mehr zurück „In die Spur“ und sind auf diese Unterstützung angewiesen.
Auf jeden Fall müsst ihr euch schützen: Hände mit sanftem Druck festhalten, das Kind schützend halten und das gemeinsam Aufsuchen einer „sicheren Zone“ sind absolut legitime Methoden im Rahmen eines Wutanfalles.
Du kannst auch ohne weiteres deine Stimme erheben, dazu böse gucken und dir Gehör verschaffen.
Ich würde meinen, dass du damit gleich zu Beginn eines „Anfalles“ bestimmt besser fährst als dein Kind letzten Endes in deiner Verzweiflung unter die Dusche zu stellen.
Manche Kinder werden wirklich blau vor Wut, hier kann man notfalls dem Kind ein bisschen in das Gesicht pusten, sanft auf den Rücken klopfen oder das Gesicht mit einem feuchten kalten Waschlappen vorsichtig abwischen und trösten. Aber wie gesagt, idealer ist bestimmt, sehr schnell und klar auf deinen Sohn zu reagieren und ihn nicht soweit in seine Krise stürzen zu lassen.
Ich weiß, dass Kinder in ihrer Wut fast gar nicht erreichbar sind, darum muss man anfangs jede Minute nutzen, in der sie noch kognitiv erreichbar sind, und nach ein paar Stunden nachbesprechen (kurz und bündig: „Du hast dich geärgert, das versteh ich, ich möchte trotzdem nicht, dass... Besser wäre gewesen, wenn:... Das nächste Mal machen wir so:...“)
Ich glaube auch nicht, dass es für ihn objektiv um zu wenig Aufmerksamkeit geht, sehr wahrscheinlich irritiert ihn letzten Endes die immer sichtbarer werdende Schwangerschaft – dies in Kombination mit seinem Alter und Persönlichkeit/Temperament würde mir hier als Erklärungsansatz einleuchten.
Zu eurem Mantra: Versuchs doch mal in friedliche Zeiten mit der Einführung von ganz einfachen „Anti Hau Regeln“ „Ich möchte nicht, dass du haust, das tut weh.“ „Hier wird nicht gehaut“.
Zudem spricht er vielleicht auch drauf an, wenn du mit ihm Wutsituationen ausspielst, seis jetzt mit Figuren, Lego, was auch immer.
Ganz ganz wichtig finde ich im Zusammenhang mit wütenden und zu Zorn neigenden Kindern auch ,dass man sich als Eltern immer wieder gegenseitig Mut zuspricht, und sich stärkt. Man braucht soviel Kraft und Energie, und vor allem dauert es meistens doch etwas länger, bis sich die Situation wieder beruhigt, und Kinder Strategien gelernt haben, wie sie ihre Impulse kontrollieren und kompensieren.
Ich wünsch euch erst mal alles Gute, lass mal hören wie es euch geht
Liebe Grüße
Susanne smile

__________________
Mag. Susanne Zapf smile

Kinderpsychologische Praxis
19.11.2011 18:17 Susanne Zapf ist offline E-Mail an Susanne Zapf senden Nimm Susanne Zapf in deine Freundesliste auf
Baumstruktur | Brettstruktur
Gehe zu:
Thema ist geschlossen
RABENELTERN.ORG e.V. » Beratungsstelle » Hilfe für den Elternalltag » Wutanfälle

Impressum

Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH