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Zum Ende der Seite springen Kita-Totalverweigerer sucht Rat (bzw. die Mami)
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eju eju ist weiblich
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Dabei seit: 30.11.2010
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Kinder: undwie

check Kita-Totalverweigerer sucht Rat (bzw. die Mami) Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Liebe Beraterinnen,ich bin etwas verzweifelt, weil mein Jüngster (17 Monate) seit vier Wochen in der Kita-Eingewöhnung brüllt. Ich habe mir hier alles durchgelesen, was ich gefunden habe, aber unsere Situation scheint einen Zacken schärfer zu sein....Puddel ist ein fröhliches, unternehmungslustiges und sehr dickköpfiges Kerlchen, der mit vielem sehr früh dran war (Greifen mit 2 Monaten, Essenwollen und Robben mit 4, Krabbeln mit 6 und Laufen mit 11). Wir haben ein Familienbett und er wird noch zum Einschlafen gestillt und gelegentlich getragen. Die Eingewöhnung sollte ganz gemütlich nach dem Berliner Modell laufen. Solange ich dabei war, ist er spielen gegangen, auch dort, wo er mich nicht sehen konnte. Sobald ich, egal wie lange, ging, schrie und schreit er. Ich habe mich nie rausgeschlichen, sondern ihm immer Bescheid gesagt. Mit ihm werden immer auch andere Kinder eingewöhnt, da die Gruppe im Aufbau ist.In der dritten Woche sollte ich dann länger raus, zuletzt eine Stunde und 15 Minuten. Er schreit die ganze Zeit, läßt sich durch nichts ablenken oder beruhigen (rausgehen, spazieren, andere Gruppen besuchen, essen, vorlesen, kuscheln, in Ruhe lassen).An sich vertraue ich den Erzieherinnen und der Kita, die große Schwester fühlt sich dort sehr wohl (andere Gruppe).Zuhause ist er jetzt wachsam, daß ich nicht weggehe (kommt sofort angelaufen, wenn er die Wohnungstür hört), Daddy hat einen schweren Stand und seine sonst geliebte Babysitterin ist abgemeldet. Abgesehen davon ist aber alles beim Alten, auch nachts. Er beruhigt sich beim Abholen auch sofort.Jetzt haben sich andere Eltern über Puddels Weinen beschwert (!!!). Ich wurde zur Kita-Leitung 'zitiert' und mir wurde nahegelegt, mit ihm zum Arzt zu gehen. Außerdem soll ich mit der Eingewöhnung von vorne anfangen, also wieder dabeibleiben.Das halten Puddels Erzieherinnnen zum Glück auch für Quatsch, mit denen ich erst einmal ein Gespräch ohne Kind organisiert habe. Die sind natürlich auch ziemlich erledigt mittlerweile.Aufgeben geht nicht wirklich, aus den üblichen Gründen, was können wir nur tun? Wäre eine Reduktion auf 3 Tage die Woche sinnvoll? Vielleicht könnte ich mit der Kita-Leiterin, mit der wir uns sonst gut verstehen, vereinbaren, daß sie Puddel ans Ende der Eingewöhnung stellt, also wir in ein paar Monaten nochmal anfangen. Wir müßten in der Zwischenzeit weiterzahlen, damit der Platz nicht verfällt (ich muß mir einen neuen Job suchen, da mein alter Vertrag ausgelaufen ist, kann mich aber weder arbeitssuchend melden noch bewerben, wenn der Kerl nicht in die Kita geht)...Ratlos und für alle Hilfe dankbar,Eva

__________________
Eva mit Pookie 08/07 und Puddel 05/10
18.10.2011 13:11 eju ist offline E-Mail an eju senden Nimm eju in deine Freundesliste auf
eju eju ist weiblich
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Kinder: undwie

Themenstarter Thema begonnen von eju
RE: nochmal in lesbar, gern auch an alle: Kita-Totalverweigerer sucht Rat (bzw. die Mami) Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Uff, Entschuldigung, das kann man so ja gar nicht lesen. Ich war etwas aufgeregt. Hier nochmal:

Zitat:
Original von eju
Liebe Beraterinnen,

ich bin etwas verzweifelt, weil mein Jüngster (17 Monate) seit vier Wochen in der Kita-Eingewöhnung brüllt.

Ich habe mir hier alles durchgelesen, was ich gefunden habe, aber unsere Situation scheint einen Zacken schärfer zu sein...

Puddel ist ein fröhliches, unternehmungslustiges und sehr dickköpfiges Kerlchen, der mit vielem sehr früh dran war (Greifen mit 2 Monaten, Essenwollen und Robben mit 4, Krabbeln mit 6 und Laufen mit 11). Wir haben ein Familienbett und er wird noch zum Einschlafen gestillt und gelegentlich getragen.

Die Eingewöhnung sollte ganz gemütlich nach dem Berliner Modell laufen. Solange ich dabei war, ist er spielen gegangen, auch dort, wo er mich nicht sehen konnte. Sobald ich, egal wie lange, ging, schrie und schreit er. Ich habe mich nie rausgeschlichen, sondern ihm immer Bescheid gesagt. Mit ihm werden immer auch andere Kinder eingewöhnt, da die Gruppe im Aufbau ist. In der dritten Woche sollte ich dann länger raus, zuletzt eine Stunde und 15 Minuten.

Er schreit die ganze Zeit, läßt sich durch nichts ablenken oder beruhigen (rausgehen, spazieren, andere Gruppen besuchen, essen, vorlesen, kuscheln, in Ruhe lassen). An sich vertraue ich den Erzieherinnen und der Kita, die große Schwester fühlt sich dort sehr wohl (andere Gruppe).

Zuhause ist er jetzt wachsam, daß ich nicht weggehe (kommt sofort angelaufen, wenn er die Wohnungstür hört), Daddy hat einen schweren Stand und seine sonst geliebte Babysitterin ist abgemeldet. Abgesehen davon ist aber alles beim Alten, auch nachts. Er beruhigt sich beim Abholen auch sofort.

Jetzt haben sich andere Eltern über Puddels Weinen beschwert (!!!). Ich wurde zur Kita-Leitung 'zitiert' und mir wurde nahegelegt, mit ihm zum Arzt zu gehen. Außerdem soll ich mit der Eingewöhnung von vorne anfangen, also wieder dabeibleiben. Das halten Puddels Erzieherinnnen zum Glück auch für Quatsch, mit denen ich erst einmal ein Gespräch ohne Kind organisiert habe. Die sind natürlich auch ziemlich erledigt mittlerweile.

Aufgeben geht nicht wirklich, aus den üblichen Gründen, was können wir nur tun? Wäre eine Reduktion auf 3 Tage die Woche sinnvoll? Vielleicht könnte ich mit der Kita-Leiterin, mit der wir uns sonst gut verstehen, vereinbaren, daß sie Puddel ans Ende der Eingewöhnung stellt, also wir in ein paar Monaten nochmal anfangen. Wir müßten in der Zwischenzeit weiterzahlen, damit der Platz nicht verfällt (ich muß mir einen neuen Job suchen, da mein alter Vertrag ausgelaufen ist, kann mich aber weder arbeitssuchend melden noch bewerben, wenn der Kerl nicht in die Kita geht)...

Ratlos und für alle Hilfe dankbar,

Eva


So, jetzt gehts besser.

immernoch dankbar für alle Hilfe/Kommentare,

Eva

__________________
Eva mit Pookie 08/07 und Puddel 05/10

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von eju: 18.10.2011 17:30.

18.10.2011 17:28 eju ist offline E-Mail an eju senden Nimm eju in deine Freundesliste auf
Trin
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Dabei seit: 01.08.2007
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Hallo,

Ein Kind, daß so lange weint und sich gar nicht beruhigen lässt, ist mMn noch nicht bereit für den Schritt.
Und sie haben die Trennungszeit weiter gesteigert, obwohl das Kind noch nicht einmal eine kurze Zeit verkraftet hat??? Das hat mMn mit em Berliner Modell nichts zu tun. DAS ist nämlich nur ein MODELL - bei dem sich die konkrete Ausführung aber eben am konkreten Kind orientieren sollte.

Ich glaube, die Tage zu reduzieren hilft da auch nicht.

Ich fände es besser (wenn ein Aussetzen wirklich nicht geht) noch mal komplett zurückzufahren und die ganze Zeit dabei zu bleiben. Diese Zeit sollten die Erzieherinnen nutzen um eine intensive Beziehung aufzubauen, sprich, gemeinsame Aktivitäten, Vorlesen, andere Kontakte und Hilfeleistungen anbieten.

Danach würde ich die Trennung nur sehr kurz halten - eine Stunde ist für ein Kind eine schier unfassbar lange Zeit.

Warum halten die Erzieherinnen denn diese Variante für "Quatsch"? Und warum sit das "Glück"?
Was schlagen sie denn sonst vor? Dein Kind hat nun mal keinen Schalter eingebaut, den du beim gehen auf "still sein im Kindergarten trotz (noch) untröstlichem Trennungsschmerz" umlegen könntest. Und das halte ICH für ein Glück.

edit: Tut mir leid, ich hatte übersehen, daß es im Beratungsforum stand... verlegen Ich lass es trotzdem mal stehen.

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Sommerpause

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Trin: 18.10.2011 17:44.

18.10.2011 17:42 Trin ist offline E-Mail an Trin senden Nimm Trin in deine Freundesliste auf
eju eju ist weiblich
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Dabei seit: 30.11.2010
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Kinder: undwie

Themenstarter Thema begonnen von eju
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Hallo, Trin,

macht doch nix, die Situation ist ja gelinde gesagt Sch**** für alle Beteiligten.

Man kann halt nie alles Wichtige dazu schreiben. Aber ich versuchs mal:

1) Ich würd ja super gern noch ein halbes oder ein Jahr warten, am Besten, bis er 3 ist, aber wer stopft mir die 300 Kröten Finanzloch in der Familienkasse? Mein Mann verdient ungelogen eine Handvoll zuviel, als daß wir Unterstützung vom Amt kriegen könnten, das hab ich doch schon alles abgeklärt. Und mehr als die volle Stelle, die er ackert, kann kein Mensch.

2) Wir wohnen in einem Teil von Berlin, wo Kitaplätze Ähnlichkeit mit 6ern im Lotto haben. Wenn er kein Geschwisterkind gewesen wäre und ich ihn in der 12. SSW angemeldet hätte, wären wir nicht mal auf der Warteliste gelandet, geschweige denn hätten einen Platz bekommen, und das hier ist eine gute, aber keine Traumkita. Alle Kinderläden sind so was von voll und jede Tagesmutter ist innerhalb von Stunden voll belegt. Hier können sich die Kinderläden die Kinder aussuchen, es gibt richtiggehende Castings.
Hier haben wir aber auch unser soziales Netz, mit Familie, Freunden usw. Wegziehen würde bedeuten, das alles zu verlieren,

3) Wir haben alle (Eltern, Freunde, Erzieher, Verwandte) den Eindruck, daß er mehr sauer als traurig ist. Sicher, nach 1 Stunde Gebrüll ist er ehrlich verzweifelt, ich bin ja auch in Tränen aufgelöst.
Allerdings hört er auf, sobald ich ihn auf dem Arm habe. Wir gehen heim, er macht ein kurzes Schläfchen, futtert zwei Stullen und geht spielen. Dabei macht er sein eigenes Ding, er will nicht bespielt werden. Er kommt an, wenn ich ihm was vorlesen soll, oder etwas nicht auf/zugeht oder was auch immer. Auch für Knuddler usw meldet er sich. Sonst geht er im Kinderzimmer spielen. Freiwillig alleine. Ich spiele gerne mit meinen Kinder, wenn die das möchten.

4) Er hat, wie schon geschrieben, einen gewaltigen Dickkopf. Schon als winziges Baby war ablenken nicht drin. Wenn der was will, will er das, im Umkehrschluß genauso. Ich habe ganze 3 Monate gebraucht, um ihm zu erklären, daß ich nachts nicht alle 2 Stunden stillen will, und das hat nicht solange gedauert, weil ich ständig eingeknickt wäre, sondern weil er einfach. nicht. aufgibt. Ich hoffe, der wird mal Ombudsmann oder geht zur Kripo oder so grinsen .

5) Wenn ich mein Kind nicht lieben würde, würde ich nicht hier schreiben, und mir solche Gedanken machen, dann hätte ich ihn einfach dort abgestellt, ach, was red ich. Wenn es eine einfache Lösung gäbe, hätte ich sie glaube ich schon gefunden.

Viele Grüße,

Eva

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Eva mit Pookie 08/07 und Puddel 05/10

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von eju: 18.10.2011 19:00.

18.10.2011 18:50 eju ist offline E-Mail an eju senden Nimm eju in deine Freundesliste auf
Trin
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Dabei seit: 01.08.2007
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Hallo,

Na ja, aber das erklärt doch alles noch nicht, warum du nicht noch mal neu anfangen und wieder mit dableiben kannst, damit er mit deiner Sicherheit im Rücken eine bessere Bindung zu den Erzieherinnen aufbauen kann. Und warum es "Glück" ist, daß die Erzieherinnen das auch nicht wollen?

und wir reden hier von einem Kleinkind von noch nicht mal 1 1/2 Jahren und nicht von einem pubertirenden Teenager, oder?

Ich kann dir leider keinen anderen Rat geben, so würde ich es jedenfalls als Mutter und als Erzieherin probieren.
Aber vielleicht wissen die Fachfrauen noch einen anderen, hilfreicheren Tipp.

__________________
Sommerpause
18.10.2011 19:01 Trin ist offline E-Mail an Trin senden Nimm Trin in deine Freundesliste auf
eju eju ist weiblich
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Kinder: undwie

Themenstarter Thema begonnen von eju
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Hallo, Trin,

ach ja, den Teil hatte ich nicht mehr geschafft (Abendbrot mit zwei Kleinkindern...)

'völliger Quatsch' und 'zum Glück' ist vielleicht zu hart ausgedrückt. Vielleicht hast Du Recht, und das ist auch eine Möglichkeit. Im ersten Moment dachte ich nur, daß das die winzigen Fortschritte zunichte machen würde, die er mittlerweile zeigt, als da wären,

*bei seiner Lieblingserzieherin auf den Arm/Schoß wollen. Oh ja, er hat eine. Wenn ich die Schwester hole geht er immer mit ihr im Hof schäkern und ich hatte mich so gefreut, daß sie seine Erzieherin sein sollte. Wenn er nicht dableiben soll, geht er auch mit ihr schaukeln oder ins Haus, ohne Protest. Nur wenn die Routine mit Schuhe aus, Hausschuhe an usw. losgeht, weiß er sofort, was jetzt kommt.

* zum Naseputzen und was-Trinken kommen, wenn er gerade nicht kuscheln will und gerufen wird.

Ich gebe zu, das ist dünn und die Idee, das das erhaltenswert ist, ist sehr behavioralistisch und eher von autoritärem 'Kinder muß man formen'-Grundgedanken geprägt, aber ich bin auch keine Erzieherin und habe das gemacht, was die mir gesagt haben. Ich bin die Expertin bei meinen Kindern, aber nicht bei Kinderentwicklung im Allgemeinen. Das erwarte ich von denen in der Kita. Lieg ich da falsch?

Grob gesagt hab ich halt Angst, daß sich mein kleiner Dickkopf sagt 'aha, wenn ich genug brüll, bleibt sie da' und dann müssen wir da alle nochmal durch. Bisher ist es bei ihm eher so gelaufen, und glaub mir, ich such mir meine Baustellen mit ihm sehr genau aus.

Nein, er ist kein Teenager, dem müßte ich keine vollgesch**** Windeln wechseln zunge , und Stillen und Schläfchen im Tuch auf meinem Rücken wäre auch was seltsam. Aber was soll ich machen? Kugelschreiber in Heimarbeit zusammenschrauben ging bei meiner Oma, um die Brötchen zu bezahlen, ich glaub das ist mittlerweile automatisiert...

Grüße,

Eva

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Eva mit Pookie 08/07 und Puddel 05/10
18.10.2011 20:13 eju ist offline E-Mail an eju senden Nimm eju in deine Freundesliste auf
Trin
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Hallo,

Tja, was man erwarten kann und was nicht - und was dann Realität ist, sind verschiedene Dinge.

Da wo ich im Moment arbeite sind ALLE Kolleginnen der Meinung, daß die Kinder nach 2 Tagen eingewöhnt zu sein haben und die Eltern dann gehen sollen und die Kdiner nach spätestens einer Woche komplett im Alltag drin sein sollten (inkl. Mahlzeiten udn Mittagsschlaf).
Und daß schreien eh dazugehört und so. Außerdem würden die Kinder sowieso erst zu den Erzieherinnen eine Beziehung aufbauen, wenn die Eltern weg sind, also muß man sich vorher nicht groß drum bemühen (was leider nicht bedeutet, daß sie wenigstens DANN wirklich in Beziehungsgestaltung investieren würden...)

Ich sehe das komplett anders, ich bin der Meinung, daß ein Kind das eine Bindung zu einer Erzieherin aufgebaut hat, sich, wenn es denn weinen muß, zumidnest von dieser trösten und ablenken lassen sollte - und ansonsten halt noch nicht so weit ist.
Und daß es durchaus Aufgabe der Erzieherin ist, diese Bindung aufzubauen, WÄREND die Mutter dabei ist.

Aber das ist ein weites Feld (und nicht der einzige Punkt, warum es auf Arbeit bei mir gerade extrem problematisch ist), soll nur als Beispiel dafür gelten, daß Erzieherinnen keineswegs immer Expertinnen mit dem aktuellsten Stand - und dem Willen diesen umzusetzen - sind. Leider.

Ich glaube auch nicht, daß ein so winziges Kind derart bewußt manipuliert. Ich bin mir im Gegenteil sicher, daß es seine echte Verzweiflung ausdrückt. Vielleicht vehementer als ein anderes Kind, daß früher aufgibt und leise ist, weil sowieso keiner seine Verzweiflung erhört. Ich finde aber "vehement sein" in diesem Zusammenhang nicht unbedingt einen Nachteil.

Ich denke, daß sich ein Erhalten des Standes und ein "Rückschritt" zum dableiben nicht ausschließen sondern im Gegenteil sogar fördern können. Du kannst da sein, dich zurückhalten und die beiden da "machen lassen" wo es läuft und so zu "mehr" ermutigen - was natürlich voraussetzt, daß die Erzieherin als Erwachsene und somit vorrangige Gestalterin der anfänglichen Beziehung auch tatsächlich was "macht".

Es KANN aber sein, daß es erst mal eine Weile dauert, bis er sich wieder sicher genug fühlt, um sich neu darauf einzulassen. Darum fände ich es auch wichtig, weitere Schritte in Zukunft sehr vorsichtig zu gehen, erst, wenn man spürt, daß er den vorherigen wirklich schafft.

JETZT mußt du noch nicht arbeiten, oder habe ich das falsch verstanden? Also spricht nichts dagegen, euch JETZT mehr Zeit zu lassen. Warum sollte er jetzt weinen, weil er vielleicht später eventuell mal sowieso weinen muß? Vielleicht aber auch nicht, weil er bis dahin vielleicht auf sanfte Weise eingewöhnt ist.
WENN es so weit ist und nicht anders geht, DANN kann/muß man immer noch andere Wege finden.

Du schreibst ja selbst - du wickelst ihn noch. Du läßt ihn ja nicht in der Kacke sitzen, nur weil du ihn "später mal" nicht mehr wickeln wirst. Du hilfst ihm sicher, Essen zu zerkleinern, wenn er es noch nicht schafft, obwohl er irgendwann alleine essen können soll. Und lässt ihn nicht eine Stunde hungrig, und vor Verzweiflung weinen vor einem Stück Essen sitzen, daß er noch nicht bewältigen kann.
Und so weiter.
Warum? Vermutlich weil du sicher bist, daß er im Moment noch nicht anders KANN und daß das alls "zu seiner Zeit" kommen wird. Warum sollte das nicht auch bei anderen Dingen so sein?

So, nun verkrümel ich mich, und überlasse den Fachfrauen das Feld smile
Alles Gute für euch!

__________________
Sommerpause

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Trin: 18.10.2011 21:07.

18.10.2011 21:05 Trin ist offline E-Mail an Trin senden Nimm Trin in deine Freundesliste auf
Susanne Zapf
Rabenexpertin

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Dabei seit: 04.02.2010
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Liebe Eva smile ,
wenn ich dich richtig verstanden habe, gäbe es die Möglichkeit, mit der Eingewöhnung nochmal von vorne zu beginnen, weil du zur Zeit noch nicht arbeitest. Dein Kleiner sollte nur dann gut "aufgehoben"sein, wenn es bei dir soweit ist, weil du dich jetzt bewerben willst, richtig- oder?
Das ist das eine, was ich "gehört" habe, das andere, dass du dir innerlich nicht im klaren darüber bist, ob es nicht vielleicht ein ganz klein wenig doch so sein könnte, dass er nur seinen Willen durchsetzen will, und du einen Fehler machst, wenn du jetzt nachgibst, weil er dann lernt " ich schreie, also geht alles nach meinem Kopf". Diese Idee scheinen auch tendenziell die Erzieherinnen zu haben, daher habt ihr auch nicht aufgehört mit der Trennung.
Ich kann dich von fachlicher Seite her beruhigen: Nein, er lernt nicht, dass er dich manipulieren kann, wenn er schreit, wenn du mit der Eingewöhnung nochmal von vorne beginnst. Er ist einfach noch nicht soweit, eine Trennung zu verkraften, warum auch immer, das scheint derzeit einfach Fakt zu sein. Mehr wird da nicht dahinterstecken.
Ich würde dir dringend empfehlen, ihn für ein paar Tage rauszunehmen und ordentlich angefüllt mit Kraft und Ruhe smile wieder von vorne zu beginnnen. 17 Monate alte Kinder schreien nicht, um zu manipulieren, sie drücken ihre Nöte und Ängste aus, das ist ganz klar.
Versuch, einen Schritt zurück zu machen, und dich nicht innerlich zu quälen mit der Frage nach dem warum? und wieso grade meiner?
Du wirst sehen, wenn du dir selber den Druck nimmst, wirds für alle einfacher. Grade die Eingewöhnung in die Fremdbetreuung in der Gruppe ist so ein wichtiger und entscheidender Schritt für unsere Kinder, es zahlt sich betsimmt aus, sich hier in aller Ruhe voranzuhandeln, und sich solange wie möglich und nötig Zeit zu lassen.
Liebe Grüße erstmal und alles Gute! smile

__________________
Mag. Susanne Zapf smile

Kinderpsychologische Praxis
23.10.2011 15:07 Susanne Zapf ist offline E-Mail an Susanne Zapf senden Nimm Susanne Zapf in deine Freundesliste auf
eju eju ist weiblich
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Themenstarter Thema begonnen von eju
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Liebe Susanne Zapf,

lieben Dank für die Hilfe und de Zuspruch. Die Möglichkeit, noch einmal anzufangen gibt es leider nicht, da zum Einen mein Kleiner überhaupt nicht mitmacht, und zum Anderen die Erzieherinnen, wie ich auch, der Meinung sind, das es keinen Sinn machen würde, wenn er schon beim Anblick der Gruppenraumtür wütend losschimpft und siche erst beruhigt, wenn wir das Gebäude verlassen.
Zeit haben wir, nur wenn ich nicht arbeiten kann, haben wir Mühe über die Runden zu kommen.
Darüberhinaus brauche ich auch ein paar Stunden die Woche etwas Zeit um etwas anderes als 'nur' Kinder zu machen.
Was ich gerne tue, keine Frage, sonst hätte ich keine Kinder. Nur können wir uns unter diesen Umständen keinen Babysitter leisten, in Frage kommende Freunde/Bekannte arbeiten ebenfalls, mein Mann arbeitet 40h die Woche und kann mir auch keinen Nachmittag Pause verschaffen, und Puddel mag nun natürlich gar nicht zu irgendwem anders, geschweige denn woanders hingehen wenn ich nicht dabei bin. Und um den Jackpot zu komplettieren hat unsere ältere Tochter von ihrer Frühgeburt schwere taktile Wahrnemungsstörungen zurückbehalten, was den Alltag mit ihr, gerade nachts, auch nicht eben einfach macht.
Meine Verzweiflung rührt also wohl daher, daß ich keine Möglichkeit habe, wieder aufzutanken und sei es nur eine Stunde lang nicht drei Sachen gleichzeitig zu machen, um genügend Kraft für meine Kinder zu haben.
Wir haben nun erst einmal beschlossen, trotz allem zu versuchen, eine Tagesmutter zu finden und damit im neuen Jahr anzufangen. Klappt das, würde er ganz normal mit 3 in den Kindergarten wechseln. Wenn das nicht gehen sollte, werden wir es im Juni 2012 noch einmal mit der Kita versuchen. Ich weiß nicht genau, wie wir das schaffen, aber irgendwie wird es bis dahin schon gehen.

Lieben Dank noch einmal und viele Grüße,

Eva

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Eva mit Pookie 08/07 und Puddel 05/10
01.11.2011 18:11 eju ist offline E-Mail an eju senden Nimm eju in deine Freundesliste auf
Baumstruktur | Brettstruktur
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