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Geschrieben von Isis am 13.03.2012 um 11:31:

  Jemand Erfahrung mit Trommelfellperforation?

Ich bräuchte mal ein paar Erfahrungswerte zur Mittelohrentzündung mit Trommelfellperforation.

Meine Tochter hat im Gefolge einer fiebrigen Bronchitis am Wochenende eine Mittelohrentzündung entwickelt, in der Folge läuft seit Sonntag früh das Ohr. Die Schmerzen werden nur langsam weniger, wir müssen aber nicht mehr so oft ein Schmerzmittel geben. Fieber hat sie auch, aber erst in der zweiten Hälfte des Tages und nur um 38,5 Grad, ab Mitternacht entfiebert sie dann.

Wir haben jetzt hier ein Antibiotikum und sollen es geben, wenn das Fieber über 39 Grad geht, weil das ein Hinweis auf eine bakterielle Superinfektion ist. Heute abend will ich nun nochmal sehen, wie hoch es steigt. Ich würde die AB-Gabe natürlich gern vermeiden, aber nicht um jeden Preis, das ist klar.

Aber so richtig sicher bin ich mir irgendwie nicht... Sie sagt, ihr würde jetzt auch der Kiefer wehtun, aber nur beim Aufmachen des Mundes unsicher Fieber hat sie aktuell aber keines oder nur ein bisschen Temperatur, Ohrenschmerzen halten sich auch in Grenzen.

Kennt sich jemand mit dem Verlauf einer MOE mit geplatztem Trommelfell aus? Und bitte keine Horrorstorys oder von wikipedia abgeschriebenen Komplikationen. Ich suche Erfahrungsberichte.

Danke! smile



Geschrieben von Elefantenmama am 13.03.2012 um 11:58:

 

Hallo Isis,

wir hatten eine zeitlang mit S. ja immer wieder dieses Problem, bei ihr kam es schließlich bei jeder MOE zu einer Perforation.

Antibiotika hat sie aber tatsächlich nur 2x bekommen, als das Fieber sehr hoch war. Ansonsten sind wir bei einem sehr fähigen HNO gewesen, der AB-Gabe eben nur im äußersten Notfall verordnet hat - trotz Perforation.

Man sollte dann eben gut beobachten und bei Anzeichen wie hoch steigendes Fieber, starken Kopfschmerzen etc direkt wieder einen Arzt aufsuchen - das können dann Anzeichen einer akuten bakteriellen Infektion sein.

Wir bekamen letztlich immer etwas zum ins Ohr tropfen, dass den austretenden Eiter quasi auflösen sollte und somit eine bessere Belüftung ermöglichen. (enthielt Wasserstoffperoxid)

Die einzige "Problematik" die wir hatten, war, dass durch die häufigen Perforationen das Trommelfell letztlich ein wenig vernarbt war und nicht mehr so gut schwingen konnte. Allerdings ist das jetzt nach ein paar Jahren auch wieder besser geworden.

Gute Besserung,
Eva



Geschrieben von Isis am 13.03.2012 um 12:06:

 

das ist interessant. Ich hab bei ihr nämlich auch das Problem, dass der Eiter nicht so gut raus kann.

Wie würdest Du die Kieferschmerzen beurteilen? Sie will auch "dort" nirgendwo angefasst werden... Und wie lange musstet Ihr immer Schmerzmittel geben?



Geschrieben von Jaelle am 13.03.2012 um 12:07:

 

Merlin hatte seine erste MOE mit geplatztem Trommelfell.
Wir waren am Tag vorher noch beim Kia, da gab es routinemäßig den Blick in die Ohren und es war alles ok.
Nachts dann schlimme Schmerzen und morgens lief der Eiter aus dem Ohr.
Uns wurde damals gesagt, dass das sehr unkompliziert sei, das Trommelfell wieder zusammenwachsen würde ohne Schäden. Nach dem AB war auch alles wieder ok. Wir haben in den ersten Tagen mit Nurofen-Saft kombiniert wg. den Schmerzen. Es stand dann eine Weile ne Paukenröhrchen-OP im Raum, aber unser bester Kinder HNO hat davon abgeraten, danach gabs nie wieder Ohrenschmerzen oder MOE.
Bei späteren Hörtests war das Ohr total unaufällig.



Geschrieben von Isis am 13.03.2012 um 12:11:

 

jo, wir wollten halt noch etwas warten mit dem AB, das ist sozusagen der Knackpunkt. Normalerweise wartet man ab, erfahrene Ärzte auch bei perforiertem Trommelfell.

Eva, weisst Du noch, wie das Mittel hieß, was die Krusten im Ohr etwas auflösten? Das läuft nicht so, wie es sollte, glaub ich - und es wäre besser, wenn es stetiger wäre. Dann hätte sie sicher auch weniger Schmerzen.



Geschrieben von wurmologin am 13.03.2012 um 12:13:

 

wir hatten das auch regelmäßig - unser HNO war ganz entspannt, das auch ohne AB ausheilen zu lassen. Wir sollten regelmäßig hinter das Ohr auf Rötungen schauen (Stw. Mastoiditis), aber er hielt die Gefahr für gering, solange das Ohr regelmäßig läuft - noch achtsamer sollten wir werden, wenn es langsam weniger laufen würde (dann sollte auch das Fieber weg sein - weniger laufen und immer noch Fieber - dann sollten wir zu ihm)
ca. 7 Tage darf das Ohr laufen und Fieber auch in Schüben, solange wir damit ein gutes Gefühl haben.
Wir hatten hin und wieder antibiotische Ohrentropfen, aber da es eine Quakl war, diese anzuwenden, ahben wir das bald sein lassen. Nasentropfen haben wir da in der Daueranwendung gehabt. Zu den Kieferschmerzen kann ich nichts sagen - da würde ich mich bei dem HNO meines VErtrauens rückversichern.

alles Gute
w.

PS: wir sollten mit Kamillosan spülen



Geschrieben von Flickan am 13.03.2012 um 12:13:

 

die Zwillinge hatten bzw haben das sehr oft, besonders der Junge, da ist das Trommelfell schon ziemlich vernarbt (was aber nicht besonders problematisch ist). Und auch ihre große Schwester hatte das früher oft. Bei der wars immer lehrbuchmäßig: Schmerzen, dann Durchbruch, dann quasi sofort schmerzfrei, alles paletti. In der Regel muss man dann auch gar nicht zum Arzt.

Bei den Kleinen hingegen haben wir das Problem, dass die Ohren eben öfter nicht aufhören zu eitern, bei dem Mädchen sind vor etwa 2 Wochen beide Trommelfelle durchgebrochen und es hat auch 4 Tage später noch geeitert mit Schmerzen - da sind wir dann zur Ärztin gefahren. Sie hat dann auch ein Antibiotikum verschrieben.



Geschrieben von Nordlicht am 13.03.2012 um 12:18:

 

Hallo, meine Kinder sind auch so MOE Kinder daumenrunter .

Die ersten zwei/drei MOE hat der große Sohn (damals ca. 4) Antibiotika bekommen. Da er es immer weniger gern nehmen wollte und die Meinung der Schulmediziner auch nicht mehr so streng war, haben wir ab da darauf verzichtet. Anfangs hieß es immer: das Ohr ist so nah am Hirn, da steigt die Infektion total schnell auf. Inzwischen ist der Doc da entspannter.
Meine Kinder bekommen fast grundsätzlich in der Nacht sehr starke Ohrenschmerzen, bekommen dann ein Nurofen Zäpfchen (da sie partout nichts schlucken mögen), Nasentropfen und am nächsten Tag sieht man dann getrockneten gelblichen Eiter im Gehörgang. Die Schmerzen sind hier nach der Perforation jedesmal sofort weg, und auch das Fieber. Daher sehe ich nicht wirklich ein, warum ich eine großangelgte Antibiose geben soll. Außerdem bräuchte jedes Kind das mehrmals pro Wintersaison, ist also keine Option.

Hinterher (wenn alle Infektanzeichen incl. Schnötternase weg sind) lassen wir immer einen Hörtest beim HNO machen, um beurteilen zu können, ob auch der Erguß hinter dem Trommelfell gut rückgebildet ist.

Gute Besserung an Deine Tochter, Ohrenschmerzen sind eine meiner frühen Kindheitserinnerungen - fies!

Nordlicht



Geschrieben von Stolle-Jocke am 13.03.2012 um 12:35:

 

Wir hatten das pro Kind einmal. Der KiA hat jeweils einen Abstrich gemacht, aber zuerst jeweils antibiotische Ohrentropfen verschrieben (Cefa-Dingsbums, den genauen Namen weiß ich nicht mehr). Unter strenger Beobachtung der umliegenden Knochen und der Temperatur ist es bei beiden Kindern gut mit den Ohrentropfen abgeheilt.

edit: er hat die Ohren etwas gesäubert und vom Eiter befreit, damit die Tropfen durchkommen.

Der Arzt meinte, erstes Zeichen einer Verschlechterung ist im allgemeinen wieder ansteigendes Fieber, aber so aus der Ferne ist das natürlich schwer zu beurteilen. Im Zweifel würde ich nochmal draufschauen lassen.



Geschrieben von Isis am 13.03.2012 um 13:04:

 

Also mir gefällt das mit dem Kiefer nicht. Sie kann wohl den Mund nicht so weit öffnen, ohne Schmerzen zu haben. Kieferklemme hat sie aber keine, und Möhren essen kann sie auch konfus

Ich vermute, das Eiter kann nicht richtig abfließen. Temperatur ist aktuell bei 37,9 gewesen, da ist also noch alles offen. Ich hab ihr jetzt nochmal Nurofen gegeben, weil das Ohr eben immer noch wehtut.

Ich habe mit der Kinderarzpraxis vereinbart, dass wir dann nochmal kommen. Das CRP gestern war bei 60, das ist grenzwertig. Heute wird nochmal eines gemacht, ich habe darum gebeten, und wenn das CRP gestiegen ist, muss das AB sein. Es ist eben auch so, dass sich die MOE auf den anderen fieberhaften Infekt draufgesetzt hat, so dass sie sowieso ziemlich angeschlagen ist, das muss man ja auch bedenken.

Gut, dass ich wenigstens so einen kompetenten Kinderarzt an der Hand habe, auch wenn es immer ein Aufwand ist (40 minuten Autofahrt), dahin zu kommen (die Wartezeit mal nicht gerechnet).



Geschrieben von Nona am 13.03.2012 um 14:02:

 

Meine Töchter hatten das auch öfter, bei der letzten MOE ( mit blutigem Sekret) wurde das Ohr mit Wasserstoffperoxid Lösung (3%), gespült, mit er Spritze (ohne Kanüle) ausaugn und ins Ohr spritzen, am besten etwas angewärmt.



Geschrieben von Mmmartina am 13.03.2012 um 14:05:

 

Zitat:
Original von Isis
Also mir gefällt das mit dem Kiefer nicht. Sie kann wohl den Mund nicht so weit öffnen, ohne Schmerzen zu haben. Kieferklemme hat sie aber keine, und Möhren essen kann sie auch konfus

Wie sieht es denn HINTER bzw. ÜBER den Ohren aus?
Ist es dort warm/heiß oder sogar gerötet und geschwollen?



Geschrieben von milkailka am 13.03.2012 um 14:19:

 

Ich hatte selbst vor ein paar Tagen eine Mittelohrentzündung.
Nach einem Tag mit fiesen Schmerzen und einem Zwiebelsäckchen, lief der Eiter ganz gut, danach nur noch ein bisschen. Was mir gut geholfen hat, war ein Ohrdampfbad mit Kamille und Meersalz. Den Tip habe ich irgendwo im Netz gelesen. Also einfach das Ohr übers Dampfbad halten. Hat bei mir super geholfen. Danach ist immer noch gut was rausgelaufen. Jetzt benutze ich noch Heilwolle, damit das Ohr geschützt bleibt und die soll ja auch heilende Wirkung haben.

Ich hab ja auch eine Nebenhöhlenentzündung und nutze seit 2 Tagen eine Nasendusche (davon hatte ich vorher noch nie gehört). Das hilft auch super!

Gute Besserung!



Geschrieben von Isis am 13.03.2012 um 18:03:

 

Danke für Eure Antworten :-)

Eva, hinterm Ohr ist alles roger. Da würde ich auch schneller reagieren, denke ich. Eine Mastoiditis sieht man eigentlich.

Wir waren also nochmal beim Arzt, das CRP ist gleich geblieben, die Kieferschmerzen hält er für relativ normal. Wir sind so verblieben, dass wir heut mal schauen, wie hoch das Fieber klettert. Wenn es über 39 ist, sollen wir das Medikament geben.

Mit der Ohrspülung bin ich mir unsicher. Es wird doch aber immer gesagt, mit perforiertem Trommelfell soll man nicht baden? Der Arzt sagte, wir sollen eine Spritze mit abgekochtem Wasser nehmen. Steckt man die richtig in den Gehörgang? schock Also einmal reinspritzen, dann wieder aufsaugen?

Ich trau mich nicht angst



Geschrieben von MaidenMotherCrone am 13.03.2012 um 18:08:

 

Meine Tochter hatte ein perforiertes Trommelfell, einfach so nach einem Schnupfen. Auf einmal lief ihr gelbliches Sekret aus dem Ohr. Wir waren bei einer HNO und die hat uns antibiotische Ohrentropfen verschrieben. Meine Tochter hatte aber keinerlei Ohrenschmerzen, die ganze Zeit nicht.

Es lief alles problemlos. Nach ca. 6 Tagen hörte der Ausfluss erst auf. Ich hab damals gedacht, dass das irgendwie ganz schön lang läuft, ob das normal so ist. Aber die Ärztin sagte, wenn es innerhalb einer Woche nicht weniger wird, sollen wir wieder kommen. Das war ja also noch im Rahmen. Danach war alles symptomlos. Wasser ins Ohr - z.B. beim Baden - hab ich trotzdem noch mindestens eine Woche länger vermieden.



Geschrieben von Corvidae am 13.03.2012 um 18:11:

 

Zitat:
Original von Isis

Ich vermute, das Eiter kann nicht richtig abfließen. Temperatur ist aktuell bei 37,9 gewesen, da ist also noch alles offen. Ich hab ihr jetzt nochmal Nurofen gegeben, weil das Ohr eben immer noch wehtut.


Nurofen ist aber auch ein Anti-Fiebermittel, oder? Ich meine, da kannst du dann auch schlecht beobachten, ob das Fieber steigt.



Geschrieben von Isis am 13.03.2012 um 19:02:

 

Zitat:
Original von Corvidae
Zitat:
Original von Isis

Ich vermute, das Eiter kann nicht richtig abfließen. Temperatur ist aktuell bei 37,9 gewesen, da ist also noch alles offen. Ich hab ihr jetzt nochmal Nurofen gegeben, weil das Ohr eben immer noch wehtut.


Nurofen ist aber auch ein Anti-Fiebermittel, oder? Ich meine, da kannst du dann auch schlecht beobachten, ob das Fieber steigt.


Ich hab selbstverständlich VOR dem Nurofen gemessen. Und ich messe heut abend nochmal, wenn das Nurofen "draußen" ist.



Geschrieben von wurmologin am 13.03.2012 um 20:19:

 

unsere Spülanweisung:

- Körperwarme Flüssigkeit (also bei uns wars Kamillosan) - sonst brennts
- Ohr leicht nach hinten oben ziehen, damit der Gehörgang gerade wird...
- und dann mit "Schwung" VOR den oberen Rand des Gehörgangs spritzen (wir hatten ne 5ml Spritze)...in der Theorie rollt die Flüssigkeit dann an der oberen Innenwandung des Gehörgangs entlang, übers Trommelfell und am unteren Rand wieder raus und reißt das andere Sekret mit.

hat bei uns nie so richtig geklappt, da die Kleine nicht still hält...



Geschrieben von Nona am 13.03.2012 um 20:25:

 

Zitat:
Original von Isis

Mit der Ohrspülung bin ich mir unsicher. Es wird doch aber immer gesagt, mit perforiertem Trommelfell soll man nicht baden? Der Arzt sagte, wir sollen eine Spritze mit abgekochtem Wasser nehmen. Steckt man die richtig in den Gehörgang? schock Also einmal reinspritzen, dann wieder aufsaugen?

Ich trau mich nicht angst


Mit der Ohrspülung hab ich es so gemacht, dass meine Tochter den Kopf so geneigt hat, dass das betrofene Ohr halb zur Decke schaut. Dann mit der Spritze an den Gehörgang, aber nicht richtig rein, aber schon mit der Spitze. Vorher tuch unterlegen, um die Flüssigkeit aufzufangen. Das brodelt und schäumt, nicht erschrecken.



Geschrieben von Hummel32 am 13.03.2012 um 21:22:

 

Ich hatte ja vor kurzem geschrieben wegen meiner Ohrenentzündung - GsD (noch) nicht eitrig, aber auch immer noch nicht ganz weg.

Ich hab Otovowen genommen. Das hab ich E. auch schon mal gegeben bei MOE.

Außerdem hat der warme Tropfen Öl hin und wieder wirklich gut getan und auch Wirkung gezeigt. Kann ich nur empfehlen - auch bei eitriger Entzündung dürfte das nichts anrichten.

Außerdem hilft Kaugummi kauen - trotz Kieferschmerzen. Und ja, die Kieferschmerzen sind normal. Der Schmerz strahlt. Bei mir ging das auch in den Kiefer und bis runter in den Hals. Und das sind genauso üble Schmerzen wie der Ohrschmerz selbst - also unbedingt: Schmerzmittel.

Nurofen ist natürlich super, weil es gleichzeitig auch entzündungshemmend ist.

Und Nasenspray - zur Belüftung! Ganz wichtig!

Mit dieser Packung kann eigentlich nix schiefgehen. Ich weiß nicht, wie es in Berlin aussieht, aber hier im Dorf hat im Moment jeder 3. MOE - oft nur viral und somit ohne AB. Ich drück Euch die Daumen und wünsche der Kleinen gute Besserung. Ohrenschmerzen sind echt fies.



Geschrieben von Isis am 13.03.2012 um 21:26:

 

Zitat:
Original von Nona
Zitat:
Original von Isis

Mit der Ohrspülung bin ich mir unsicher. Es wird doch aber immer gesagt, mit perforiertem Trommelfell soll man nicht baden? Der Arzt sagte, wir sollen eine Spritze mit abgekochtem Wasser nehmen. Steckt man die richtig in den Gehörgang? schock Also einmal reinspritzen, dann wieder aufsaugen?

Ich trau mich nicht angst


Mit der Ohrspülung hab ich es so gemacht, dass meine Tochter den Kopf so geneigt hat, dass das betrofene Ohr halb zur Decke schaut. Dann mit der Spritze an den Gehörgang, aber nicht richtig rein, aber schon mit der Spitze. Vorher tuch unterlegen, um die Flüssigkeit aufzufangen. Das brodelt und schäumt, nicht erschrecken.


tut das auch weh? Ich hab die Lösung jetzt hier, aber ich trau mich nicht, das beim schlafenden Kind zu machen. Deshalb gibts jetzt erstmal drei Tropfen abgekochtes warmes Wasser. Oder muss man da mehr reintropfen?

Ich will sie kurz so liegenlassen und dann den Kopf wenden, dass es wieder rausläuft.

Übrigens ist es dasselbe Bild wie gestern. Unter 39 ist sie, sie hat 38,6 Grad. Also weiter abwarten *seufz* Jetzt sollte sich aber mal so langsam eine Besserungstendenz einstellen, finde ich. Zumal sie ohne Ibuprofen schon Schmerzen hat. Nicht mehr so extreme, aber sie jammert doch.

Vielleicht werde ich morgen doch mal die HNO draufgucken lassen, wenn ich drankomme. Vielleicht kann sie mehr sehen als der Kinderarzt.

edit: Ich bin mir eben nicht sicher, ob man das wirklich am PERFORIERTEN Trommelfell machen darf. Ich meine, überall steht, dass man das nicht darf. Schon komisch... Ich mach mir Sorgen, dass das reinläuft und noch mehr Schaden anrichtet.

nochmal edit: Übrigens ist der überwiegenden Teil der MOEs bakteriell bedingt. Heilt aber trotzdem in 80 % aller Fälle ohne AB aus.



Geschrieben von Hummel32 am 13.03.2012 um 21:36:

 

Ohrenspülung würde ich nicht machen. Ich kenne das von meiner Arbeit eher so, dass wir den Bewohnern mit Olivenöl getränkte Watte zum Duschen ins Ohr tun sollten, damit ja kein Wasser rein kommt.

Und auch aktuell finde ich Wasser im Ohr immer noch sehr unangenehm und die Beschwerden sind nach dem Duschen ohne Wattebausch wieder ein bißchen mehr.

Das Öl hingegen wärmt und - auch wenn ich es mir nicht so richtig vorstellen kann, was da passiert - es macht den Ohrenschmalz weicher und hat geholfen.

Was noch gut getan hat: Infrarotlampe - allerdings hab ich mir das eher auf die Nebenhöhlen gehalten, aber da hab ich auch jedes Mal direkt eine Besserung gespürt. Würde ich aber bei Kindern nur mit Augenbinde machen.



Geschrieben von Stolle-Jocke am 13.03.2012 um 23:39:

 

Ich glaube, ich würde da auch kein abgekochtes Wasser reinträufeln bei perforiertem Trommelfell...so rein vom Gefühl her



Geschrieben von cashew am 13.03.2012 um 23:47:

 

Ich würde das schlafende Kind und das perforierte Trommelfell in Ruhe lassen. Könnte es sein, dass Temperatur und CRP noch mit dem ursprünglichen Infekt zusammenhängen?

Wenn sie die Ohrschmerzen morgen immer noch zum Jammern bringen, würde ich zum HNO gehen. Ich kenne es nur so, dass mit dem Durchbruch wirklich das schlimmste vorbei ist und es dann rapide besser wird.
(ach, war ich glücklich über die Paukenröhrchen, wo die Suppe einfach schmerzfrei abläuft...)

Gute Besserung wünsche ich!

Cashew.



Geschrieben von cashew am 15.03.2012 um 21:38:

 

Wie geht's dem tochterkind inzwischen?



Geschrieben von Nona am 15.03.2012 um 23:23:

 

So was kann sich hinziehen,... Bei meiner einen Tochter lief es wirklich schon 2 mal über viele Tage hinweg aus dem Ohr, immer mässige Schmerzen, sowohl vor als auch nach der Perforation. Und ja, wir haben bei perforiertem Trommelfell diese Spülung auf Anraten des Ohrenarztes gemacht. Eben weil es so lange lief und teilweise im Ohr eintrocknete und verkrustete, die Haut drum herum war schon in Mitleidenschaft gezogen.

Bei meiner anderen Tochter sind die MOEs immer so bilderbuchmäßig, heftiger Schmerz, dann Perforation, Schmerz weg, nach einem Tag wieder alles gut.

Wie geht es ihr denn nun?

Alles gute!



Geschrieben von Isis am 15.03.2012 um 23:49:

 

Danke, und Danke auch für Nachfragen smile

Es geht ihr besser - gottseidank! Heut ist der erste Tag, an dem die Temperatur abends nur knapp unter 38 Grad lag, also nur noch Temperatur. Die letzten Tage hatte sie zuverlässig morgens Temperatur, abends 38,6 Grad - und das insgesamt 5 Tage, wobei das Fieber am ersten Tag noch höher war.

Wir waren gestern und heute beim HNO, dort wurde das Ohr gespült und eine zusätzliche Gehörgangsentzündung festgestellt, durch das scharfe Sekret bedingt. Es kam einiges raus, und schon gestern war sie einige Stunden mehr schmerzfrei. Letzte Nacht haben wir etwas gegeben, und seitdem nicht mehr. Drückt mal die Daumen, dass es so bleibt smile Das nächste Mal geh ich bei einer Perforation gleich zum HNO, denke ich.

Insgesamt habe ich wieder einiges dazugelernt, wobei ich dachte, ich wüsste schon alles zum Thema otitis media zwinker Dreh- und Angelpunkt war der eitrige Schnupfen, und anstatt ein AB zu geben, sind wir quasi einen Schritt zurück und haben angefangen, den Schnupfen zu behandeln mit Silbernitrat-Nasentropfen, Ohr- und Nasenspülungen und Schnauben, schnauben, schnauben! Das nächste Mal bin ich mit diesen Nasentropfen fixer, die sind wirklich ziemlich gut.

Es scheint sich also zu lohnen, auch mal einige Tage durchzuhalten und die Schmerzen zu medikamentieren, wenn man das gut beobachtet. Allerdings ist es anstrengend...

Nun müssen wir zusehen, dass der Paukenerguss gut zurückgeht, und sie muss sich noch etwas erholen, bleibt also noch ein paar Tage zuhause. Auch wenn ich bald auf dem Zahnfleisch gehe (wir arbeiten gerade in Schichten, damit immer einer beim Kind sein kann).

Und Ohrspülungen bringen es doch, wer hätte das gedacht. Im Internet stand auch fast nur Negatives dazu... schon seltsam...


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